Fritz Schenner

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Fritz Schenner

Fritz Schenner (* 21. April 1949 in Bad Aussee, Steiermark) ist Förster, Jäger und Musiker.

Vorgestellt

Als unumstrittene Hochburg der Faschingsnarren im Lungau gilt Mauterndorf. Am 4. März 2011 ging in der Festhalle die erste der drei – praktisch ausverkauften – Sitzungen der Faschingsgilde über die Bühne. Insgesamt kommen an die 900 Besucher. Organisator ist der Unionsportclub, der Vater dieser Gaudi mit etwa 50 Mitwirkenden und Helfern ist Fritz Schenner.

1998 kam der gebürtige Bad Ausseer beruflich als Revierleiter der Bundesforste nach Mauterndorf. 1999 gab es die erste Faschingssitzung. Die Begeisterung für das Narrentum nahm der Förster aus seiner Heimat, dem steirischen Salzkammergut, mit. "In Salzburg ist der Fasching ja ein bisschen schwachbrüstig", sagt er. Die Faschingszeit im Land Salzburg hat er schon auf früheren beruflichen Stationen, zum Beispiel in Radstadt, bereichert. Sein Beruf hat ihn auch schon ins Innviertel, nach Innsbruck und in den Wienerwald geführt.

Besonders stolz ist Schenner darauf, dass der Mauterndorfer Fasching "die Kirche im Dorf lässt". "Das ist unser größtes Markenzeichen. Wir bringen nicht irgendwelche Sketches, die man auch im Sommer spielen könnte." Den Stoff liefern lustige Geschichten aus der Gemeinde und dem Bezirk. Ein Körnchen Wahrheit sei immer dabei – nach dem Motto "I red ja nix, i sag ja nur". Schenner: "Für den, der vorkommt, ist das eine große Auszeichnung. Einen, den niemand kennt und niemand mag, nehmen wir nicht." Tabu seien "Intimitäten". "Wir auf der Bühne wollen nicht richten, sondern unterhalten. Die Leute sollen als Freunde gehen und als Freunde wiederkommen." Früher sei es passiert, dass der eine oder andere beleidigt war. "Aber das hat sich gelegt. Wir zensurieren uns in der Vorbereitung gegenseitig ein wenig."

"Adel verpflichtet" heißt heuer der Titel. Mauterndorf hat eine jahrzehntelange Faschingstradition mit Bällen und Prinzenpaaren. Am "Elite-Maskenball" am Faschingssamstag gibt es ein großes Treffen der Prinzenpaare der vergangenen 20 Jahre. Fritz Schenner ist selbst einer der Prinzen.

Im echten Leben ist der Ausseer "ein richtiger Lungauer geworden", bestätigt er. Ein Zugezogener werde im Lungau gut akzeptiert, "aber anpassen muss er sich schon". Einem geselligen Menschen wie dem Förster Fritz fällt das nicht schwer. Am leichtesten ist es bei der Musik. Fritz Schenner schwärmt von seinen jungen "Lungauer Aufgeigern".

Quelle