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Gerhard Eder

Gerhard Eder (* 1951 im Pinzgau; † 4. September 2015 in Saalfelden am Steinernen Meer) war Kulturmanager, Jazzimpresario und Freigeist.

Leben

Gerhard Eder war ab den zweiten Saalfeldner Jazztagen federführend an der Entwicklung beteiligt. Musikalisch zunächst relativ unbedarft ging es ihm vor allem um die organisatorische Arbeit. Der HTL-Absolvent gründete 1979 das Zentrum Zeitgenössischer Musik und etablierte das Internationale Jazzfestival Saalfelden als eines der bedeutendsten Jazzfestivals in Europa.

1988 arbeitete er zusätzlich als Presse- und Marketingchef der nordischen Junioren Weltmeisterschaft in Saalfelden. Politisch stieg er zum Kulturreferent der Stadt Saalfelden auf. Zwischen 2000 und 2002 war Gerhard Eder mit der Planung und Errichtung des Kunsthauses Nexus in Saalfelden betraut und parallel dazu auch Vorsitzender des Salzburger Landeskulturbeirates.

Nach Unstimmigkeiten um die finanzielle Gebahrung des Festivals wurde Eders Vertrag 2004 gelöst, der langjährige Hauptorganisator gar mit einem Hausverbot belegt. Daraufhin verlegte er seinen beruflichen Mittelpunkt in die Stadt Salzburg und engagierte sich hier unter anderem als Programmplaner für Jazz in der Altstadt. Gemeinsam mit dem Altstadtverband erarbeitete er ab 2008 das neue Konzept Jazz & The City und wurde auch hier Künstlerischer Leiter des Festivals. Nach dem Ende des Salzburger Jazzherbstes wurde er 2014 mit der Neuausrichtung des herbstlichen Salzburger Jazzprojekts betraut, das im Oktober 2015 seine Premiere feiert.

Seit 2009 verantwortete Gerhard Eder zusätzlich auch noch das Kulinarikfestival "eat & meet". Er zählt zu den Mitbegründern des "Hans Koller Preises" für österreichische Musiker.

Am 4. September 2015 wurde er tot in seiner Wohnung in Saalfelden aufgefunden.

Quellen