Hagen Schernthaner

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Hagen E. Schernthaner (* 19. Mai 1964 in Taxenbach; † 9. Mai 2016 in Saalfelden am Steinernen Meer) war ein Salzburger Künstler.

Leben

Ausbildung und Beruf

Der gebürtige Taxenbacher Schernthaner wuchs in Zell am See auf. Mit 14 Jahren begann er die Handelsakademie. Er sollte in die Fußstapfen seines Vaters treten, der Prokurist eines namhaften Pinzgauer Unternehmens war. Hagens Lerneifer war aber begrenzt, viel lieber verzierte er seine Schulbücher mit kreativen Illustrationen. Auch an Demonstrationen auf dem Zeller Stadtplatz, zum Beispiel gegen den Einsatz von Atomkraft, beteiligte er sich mit mehr Eifer. Nach mehreren Jahren an der Handelsakademie sahen Eltern und Schuldirektor ein, dass aus Hagen kein Buchhalter werden würde.

Bei der Gestaltung von Transparenten für Demonstrationen hatte Schernthaner seine Liebe zu Kunst und Design entdeckt. Er bewarb sich an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien als einer von eintausend Bewerbern, von denen 50 als Schüler aufgenommen wurden. Er absolvierte eine umfassende künstlerische Ausbildung mit Schwerpunkt Grafik-Design. Parallel dazu begann er zu malen. Nach dem Schulabschluss kehrte er in den Pinzgau zurück. Er stellte seine Kreativität in den Dienst der Werbung und machte in der Branche Karriere. 1988 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit. Nach 13 Jahren musste er aus wirtschaftlichen Gründen wieder in ein Arbeitsverhältnis eingehen und wurde Art Director[1]. Nun füllten 70-Stunden-Wochen sein Leben. Im Jahr 2007 kam das „burnout“. Von einer Therapeutin erhielt Schernthaner nach seinem gesundheitlichen Zusammenbruch den Rat: „Drücke alles, was dich bewegt, in Bildern aus!“ So begann er wieder zu malen. Seither war er freischaffender Künstler.

Künstlerisches Schaffen

Schernthaners zentrales Thema ist der Mensch, besonders der Mensch im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Hamsterrad der Leistungsgesellschaft.

Er malte mit Acryl, stellte aber auch dreidimensionale Kunstwerke mit verschiedenen Ausgangsstoffen her.

Ich will mit meiner Kunst zum Nachdenken anregen. Ich versuche den Menschen mitzuteilen, dass sie nicht ständig sinnlosen Karotten nachlaufen sollen. Kleine Sachen am Wegesrand sind oft wesentlich wertvoller.

Quellen

Einzelnachweis

  1. vgl. Wikipedia