Hans Wehr

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Hans Wehr

Hans Wehr (* 1951 in Villach, Kärnten) ist Geschäftsbereichsleiter für Neu- und Ausbauten in der [[ÖBB|ÖBB Bau AG]] und verantwortlich für die Planung des neuen Salzburger Hauptbahnhofes.

Leben

Wehr besuchte die Technische Universität in Wien, wo er Bauingenieur studierte. 1986 bis 1989 schrieb er eine Dissertation zum mechanischen Verhalten feinkörniger Böden.

Vorgestellt

Der Umbau des Salzburger Hauptbahnhofes wurde oft angekündigt und wieder verschoben. 2008 erfolgte der Spatenstich. Ein Vater des Projektes war Hans Wehr, Geschäftsbereichsleiter für Neu- und Ausbauten in der ÖBB Bau AG.

Er begann 2003/04 mit den intensiven Planungen und den Verhandlungen mit dem Denkmalamt. "Die Zeit hat für uns gespielt. Dass beim Umbau die S-Bahn mitberücksichtigt werden konnte, war es wert, den Zeitverzug in Kauf zu nehmen", sagt Wehr. Jetzt werden 270 Mill. Euro investiert – auch in neue Gleisanlagen. Die Fertigstellung erfolgt Zug um Zug. Feierliche Eröffnung: 2014.

Der Einstieg von Wehr bei den ÖBB erfolgte 1976. Nach zwei Wochen wollte der gebürtige Villacher schon wieder den Hut nehmen. "Damals hat niemand an die ÖBB geglaubt – auch die Mitarbeiter nicht." Dann kam der Einsturz der Wiener Reichsbrücke im August, der auch die Donauuferbahn lahmlegte. Wehr erhielt als "junger Hupfer" (O-Ton) die Aufgabe, die still gelegte Wiener Vorortebahn zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt für den Gütertransport flottzumachen. Damit war das Feuer wieder entfacht, das in der Jugend beim Beobachten von Dampfverschubloks in Villach gelegt worden war.

Ein Gefühl für künftige Anforderungen ist unerlässlich: "Wir müssen 50 bis 100 Jahre vorausdenken", sagt ÖBB-Planer Wehr. Er sei "von Natur aus ein fauler Mensch. Ich tue nichts, von dem ich nicht absolut überzeugt bin." Der Vorteil: Wer selbst von etwas überzeugt sei, finde rasch viele Verbündete und verzettele sich nicht.

Wehr, der privat kein Auto besitzt, bezeichnet sich als Teamspieler. "Als Einzelkämpfer wäre man hilflos." Als Vorteil für die Kenntnis innerer Abläufe erweist sich das Pendeln zwischen Wien und dem Sommerhaus in Velden. "Da sieht man aus erster Hand, wo Schwachstellen liegen."

An Arbeit fehlt es Wehr auch nach dem Abschluss der Planungen für den Hauptbahnhof nicht. Das reicht vom Ausbau der Bahnlinie von Wien nach Bratislava bis zur der neuen S-Bahn von Feldkirch nach Liechtenstein. Der Arbeitstag beginnt zwischen 7 bis 8.30 Uhr und endet zwischen 19 und 22 Uhr. Da bleibt für Hobbys (Wandern, Laufen, Gartenarbeit) kaum Zeit. Am Wochenende müssen auch E-Mails erledigt werden, die während der Woche liegen geblieben sind.

Quelle