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Hermine Esinger

Gedenktafel für Adele und Hermine Esinger am Mönchsberg Nr. 6

Professor Hermine Esinger (* 4. Februar 1852 in Lemberg, Galizien; † 25. Juli 1939 in Salzburg) war eine Salzburger Pianistin und Orgelvirtuosin.

Leben

Hermine "Minka" Esinger war die Tochter des Regimentsarztes Johann Esinger und studierte an der königlichen Musikhochschule Berlin Klavier, bevor sie für drei Jahre nach Budapest übersiedelte und die letzte Schülerin von Franz Liszt wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Salzburg wurde sie die erste Klavierlehrerin im Mozarteum. Sie wohnte gemeinsam mit ihrer Schwester Adele in der Salzburger Altstadt am Mönchsberg Nr. 6. Diese Adresse war Treffpunkt künstlerisch engagierter Frauen. Die Esinger-Schwestern luden stets freitags zu Lese- und Musizierstunden in ihr Haus ein. Sie pflegten einen großen Freundeskreis, dem die Ausbildung und Berufstätigkeit von Künstlerinnen ein Anliegen war. Der Weg zur Anerkennung weiblicher Kunst blieb jedoch mühsam und endete für die beiden Schwestern in ökonomischer Not. Schließlich verlor sie während der Inflation 1923 den größten Teil ihres Vermögens, sodass sie ihren Lebensunterhalt mit Klavier- und Orgelunterricht verdienen musste.[1]

Quellen

Einzelnachweis

  1. Gruber, Wolfgang: Gratwanderungen. Lebenserinnerungen von Wolfgang Gruber (1886–1971). Pionier, Alpinist und Chefchemiker. München (Hanser) 2018.