Jakob Danzer

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Jakob Danzer (Taufname: Joseph) OSB (* 4. März 1743 in Lengenfeld; † 4. September 1796 in Buchau, Württemberg) war ein katholischer Moraltheologe und Professor an der Benediktineruniversität Salzburg.

Leben

Nach einem Theologiestudium trat der Bauernsohn Danzer in Isny in den Benediktinerorden ein. 1767 wurde er in Isny zum Priester geweiht und zum Stiftsbibliothekar berufen. 1777 wurde er Lektor für Dogmatik, 1785 folgte wurde er Professor an der Benediktineruniversität Salzburg, wo Danzer zuerst Dogmatik, dann Moral- und Pastoraltheologie lehrte und Dekan der theologischen Fakultät war.

In seinen Schriften, u. a. der „Anleitung zur christlichen Moral“ zeigte er sich als Anhänger der Aufklärung, was ihn bei den jüngeren Theologen eine große Anhängerschaft brachte, bei den Traditionalisten aber mit Argwohn betrachtet wurde. 1792 wurde Danzer wegen seines „nicht unbestrittenen sittlichen Rufes“ vom Lehramt suspendiert. Er verließ Salzburg und trat in den Weltpriesterstand über. Er lebte zunächst in Linz und wurde am 12. November 1795 Kanonikus in Buchau am Federsee, wo er 1796 an Herzwassersucht starb.

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Jakob Danzer"
  • Judas Thaddäus Zauner: Verzeichniß aller akademischen Professoren zu Salzburg vom Jahre 1728 bis zur Aufhebung der Universität, Salzburg 1813