Kolomanikapelle (St. Koloman in der Taugl)

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Kolomanikapelle

Die Kolomani- oder Ursprungskapelle ist eine Kapelle in der Tennengauer Gemeinde St. Koloman.

Lage

Die Kapelle steht etwa 50 Meter südöstlich der Pfarrkirche von St. Koloman über der Kolomanquelle.

Wallfahrt

Zunächst gab es in St. Koloman nur die dem heiligen Koloman geweihte Pfarrkirche. Diese wurde 1506 erstmals erwähnt. Vor allem im 18. Jahrhundert war sie Ziel vieler Wallfahrer zum heiligen Koloman, der als Helfer gegen Pest, Viehseuchen, Kopf- Fuß- und Augenleiden angerufen wurde. Dazu trug auch eine seit 1744 ausgestellte Reliquie des Heiligen bei. Eine spätgotische Holzplastik über dem Kirchenportal dürfte das ursprüngliche Gnadenbild sein.

Gleich zwei Ursprungslegenden berichten, dass der heilige Koloman sich den Bauplatz der Kapelle bei der Quelle selbst ausgesucht habe. Diese wurde aber erst viel später erbaut.

Kapelle

Als Ausgangspunkt für die Verehrung St. Kolomans gilt die Kolomanquelle, die spätestens seit 1827 mit einer Kapelle überbaut ist. Die Kapelle wurde 1975 zu einer Lourdes-Grotte umgestaltet. Nach einer Renovierung im Jahr 2001 hat man sie wieder dem heiligen Koloman geweiht. In der Kapelle steht eine Figur des Heiligen, die am Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist. In der Mitte des Fußbodens befindet sich ein rechteckiger, mit einem Holzdeckel verschlossener Brunnenschacht. Eine Handpumpe an der linken Wand dient dazu, Wasser aus dem Schacht zu pumpen. Eine Tafel informiert über die Geschichte der Kapelle und mehrere überlieferte Mirakel sowie über die beiden Ursprungslegenden. In der Kapelle befanden sich früher viele Votivgaben und Votivbilder.

An die einst blühende Wallfahrt erinnert heute der im fünfjährigen Rhythmus stattfindende Kolomaniritt.

Bildergalerie

Quellen

→ Kirchenführer St. Koloman
→ Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Wien 1958
→ Neuhardt, Hahnl, Hintermaier: Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch, Ausstellungskatalog Dommuseum Salzburg 1986