Landkartengalerie

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Salzburger Residenz Toskanatrakt Kartensaal

Die Landkartengalerie befindet sich in der alten Residenz in der Altstadt von Salzburg im Toskanatrakt.

Allgemeines

Beim letzten Umbau der Residenz für die Juridische Fakultät der Universität Salzburg kamen einige kunsthistorische Sensationen zum Vorschein. Neben Glas- und Keramikscherben, die als Füllung für die Höfe über Jahrhunderte verwendet wurden, vermauerten Säulen und übermalten Deckengemälden stieß man auf die ursprünglichen Malereien in der so genannten "Landkartengalerie".

Diese Landkartengalerie ist 23,5 Meter lang, 5,10 Meter breit und 6,60 Meter hoch und befindet sich an der Churfürststraße mit Fenstern zum Alten Markt und Café Tomaselli. Die Malereien waren übermalt und durch das Einziehen einer niedrigeren Decke und Zwischenwänden, vermutlich zur Zeit von Großherzog Ferdinand III. von Toskana, schwer beschädigt worden.

Für die Restaurierung der rund 90 m² Wandmalerei waren insgesamt 60 000 Restauratoren-Stunden notwendig. Über den Landkarten sind 22 Städtebilder gemalt, die kartografischen Darstellungen zeigen Sizilien, die britischen Inseln, Ungarn, das türkische Großreich, Spanien, Gallien, Germanien und Italien. An einer Wand sind Teile von Karten mit zwei Großreichen der klassischen Antike erhalten geblieben ebenso eine Art Stadtplan von Rom und die Darstellung der Eroberungsfeldzüge von Alexander dem Großen in Asien.

Die abgebildeten Städte sind: Messina, Palermo, Norwich, London, Gran, Ofen, Preßburg, Istanbul, Kairo, Jerusalem, Barcelona, Lissabon, Toledo, Paris, Antwerpen, Prag, Augsburg, Venedig, Mailand, Rom und Genua.

Keine der Landkarten und keine der Stadtdarstellungen war aber einfach so erfunden. Sie wurden nach Vorlagen gemalt, die sich in der Salzburger Hofbibliothek befanden. Die Landkarten entstammen einem Weltaltas, der 1570 in Amsterdam erschienen ist: "Teatrum Oribs Terrarum" von Abraham Ortelius. Die Stadtansichten basieren größtenteils auf dem 1572 erschienenen Städteatlas "Civitates Orbis Terrarum" von Georg Braun und Frans Hogenberg.

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Quelle