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Leo Neumayer

Altbürgermeister Leo Neumayer

Leonhard Leo Neumayer (* 30. Oktober 1929 in Leogang), ein Lokalpolitiker mit Leib und Seele, war von 1978 bis 1998 ÖVP-Bürgermeister der Stadt St. Johann im Pongau.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Leo Neumayer stammt aus einer Bauernfamilie und hatte zehn Geschwister. Er besuchte die Volksschule in Leogang und arbeitete danach am elterlichen Hof. 1956 wurde er Fahrer beim Roten Kreuz in St. Johann im Pongau. 1958 heiratete er seine Frau Maria. Sie bekamen zwei Töchter und einen Sohn. Leo Neumayer ist seit 1997 verwitwet. Er hat sieben Enkel und zwei Urenkel.

Politischer Werdegang

Leo Neumayer begann seine politische Karriere 1962 als ÖAAB-Obmannstellvertreter in St. Johann im Pongau. 1968 wurde er Obmann und 1970 Bezirksobmann des ÖAAB im Pongau. 1974 kam er in den Landtag und übte sein Mandat 15 Jahre lang aus. In der Nachfolge von Hans Kappacher als Bürgermeister 1978 traute man ihm zuerst diese Aufgabe nicht zu. Bei den Gemeinderatswahlen 1979 jedoch wurde sein Einsatz von den Bürgern mit einer hohen Mehrheit von fast 66 % für die ÖVP bedacht. Weitere Wahlerfolge folgten und bestätigten, dass Leo Neumayer auf dem richtigen Weg war. Bei der ersten Persönlichkeitswahl für Bürgermeisterkandidaten 1994 erhielt er 65% Zustimmung. Dies war die Anerkennung dafür, dass Leo Neumayer stets die Sache in den Mittelpunkt stellte.

Seine politische Tätigkeit hat das Bild der heutigen Stadt St. Johann im Pongau wesentlich geprägt.

Politische Funktionen

1969–1998: Tätigkeit in der ÖVP-Fraktion der (damaligen Markt-)Gemeinde St. Johann im Pongau, davon
1978–1998: als Bürgermeister
1974–1989: Abgeordneter zum Salzburger Landtag (Schwerpunkt Wohnbau)

Leistungen und Wirken

Auszug aus den Leistungen in der Amtszeit von Bgm. Leo Neumayer:

- dauerhafte Sicherung des Trinkwassers für St. Johann im Pongau (aus der Region Flachau)
- Schifferpark: eine schöne Grünanlage im Zentrum mit hohem Stellenwert in einer Zeit der Hektik und Motorisierung
- Neubau der Polytechnischen Schule, der Neuen Volksschule, des dritten Kindergartens
- Generalsanierung der Volksschule am Dom und der Hauptschule und Musikhauptschule
- Errichtung der Aufbahrungshalle und des Urnenfriedhofes
- Errichtung des Feuerwehrhauses
- Neubau des Seniorenheimes
- Generalsanierung des Gemeindeamtes
- Renovierung und Ausbau des Schwimmbades
- Errichtung eines zeitgemäßen Kultur & Kongresshauses
- Ortsgestaltung des Ober- und Untermarktes
- Errichtung eines Sportheimes und der Fußballplätze
- Restaurierung der gotischen Annakapelle (des ältesten Bauwerkes von St. Johann im Pongau)
- Einführung des „Offenen Umweltausschusses“ als Pionier- und Vorzeigeprojekt im Bereich der Umweltpolitik (mit der Herausgabe des Informationsblattes „Umweltschnüffler“ – ausgezeichnet durch den Umweltpreis des Landes) als Grundlage für die weitere Entwicklung zur "e5-Gemeinde"
- Erwirtschaftung von Überschüssen im Gemeindebudget durch den Verkauf der St. Johanner Sparkasse und die Verwendung des Erlöses für zukunftsweisende Aufgaben
- Umsetzung des sozialen Gedankens durch Ausschüttung der Zinserträge (u.a. für Ausgleichszulagenempfänger, Schulanfänger, Kindergartenbus, Liftkarten für Familien)

Derzeit ausgeübte Funktionen

- Vorsitzender des Regionalausschusses des Salzburger Hilfswerks
- Bezirksobmann-Stellvertreter der Lebenshilfe Salzburg im Pongau
- Obmann des Turn- und Sportvereins St. Johann

Ehrungen

Für seine Verdienste als Bürgermeister wurde Leo Neumayer von der Gemeinde St. Johann die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Sport

Nach seiner Pensionierung begann Leo Neumayer Leistungssport zu betreiben. Mindestens viermal im Jahr bezwingt er mit dem Rennrad die Großglockner Hochalpenstraße und braucht dafür knapp eine Stunde und vierzig Minuten von der Kassenstelle Ferleiten bis zum Fuscher Törl. Insgesamt fährt er im Jahr rund 12.000 Kilometer mit dem Rad. Im Sommer nimmt er auch regelmäßig an Radmarathons mit Distanzen von mehr als 100 Kilometern teil. Leo Neumeyer sieht das Radfahren aber eigentlich nur als Vorbereitung auf die Langlaufrennen im Winter. Zu seinem 70. Geburtstag absolvierte er den berühmtesten Volkslanglauf, den es in Europa gibt: den 90 Kilometer langen Wasalauf in Schweden. Er erreichte dabei den 6 260. Platz unter 13 990 Startern. Drei Jahre später, im Jahre 2002 erbrachte er erstklassige Leistungen bei den Österreichischen Langlaufmeisterschaften und den Weltmeisterschaften in Quebec in Kanada.

Quellen

Zeitfolge