ÖAAB Salzburg

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Der ÖAAB Salzburg ist die Salzburger Landesorganisation des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes (ÖAAB), einer Teilorganisation der Österreichischen Volkspartei.

Geschichte

Nachkriegszeit

Der ÖAAB wurde im Jahr 1945 gegründet, allerdings erst einige Zeit nach der ÖVP selbst.

Das Präsidium des ÖAAB tagte im Oktober 1945 zum ersten Mal.

Beim ersten Landestag wurde Hermann Rainer zum Landesobmann gewählt.

1946 begann man mit dem Aufbau von Orts- und Betriebsgruppen.

1950er-Jahre

Die Arbeit des ÖAAB am Anfang der 50er-Jahre war von zahlreichen gesetzlichen Initiativen zur Sozialpolitik wie etwa dem Arbeitszeitgesetz, dem Mutterschutzgesetz und dem ASVG geprägt. Die Vision des „Volks von Eigentümern“ wurde mit Überlegungen zur Gewinnbeteiligung von Mitarbeitern fortgesetzt. Auch der Familienlastenausgleich und das ASVG, mit dem Arbeitnehmer bei Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit und in der Pension finanziell abgesichert werden, wurden erfolgreich durchgesetzt.

1960er-Jahre

Der ÖAAB setzte seinen neuen Schwerpunkt auf die Bildungspolitik. Vom Kindergarten bis zur Hochschule, von der Erwachsenenbildung bis zum beruflichen Wiedereinstieg von Müttern nach der Karenz wurden detaillierte Vorschläge erarbeitet. 1966 trug erstmals eine Frau in Österreich Ministerverantwortung: Grete Rehor, ÖAAB-Bundesobmann-Stellvertreterin, wurde in der ÖVP-Alleinregierung Sozialministerin.

1970er-Jahre

1971 brachte dem ÖAAB einen Generationswechsel: Der erst 37-jährige Alois Mock wurde neuer Bundesobmann und setzte auf eine neu, noch stärker akzentuierte Gesellschaftspolitik. Sein Motto für den ÖAAB „Auf zu neuen Ufern“ bezog sich insbesondere auch auf eine geistige Öffnung, durch die man den Kontakt mit den Menschen in den Betrieben neu gestalten wollte und die in unzähligen Betriebsbesuchen konkret umgesetzt wurde. Mit den sogenannten „Klagenfurter Beschlüssen“ legte der ÖAAB 1972 eine Fülle an sozialpolitischen Gesetzesvorschlägen vor. Der ÖAAB versuchte, der Regierung Kreisky ein fundiertes wirtschaftspolitisches Konzept mit starken sozialen Komponenten entgegenzusetzen.

1980er-Jahre

1981 stand in Salzburg die Idee des „Arbeitnehmerschutzbriefes“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Jeder Arbeitnehmer konnte sich seine Rechte schriftlich versichern lassen, so wurde die in der Arbeiterkammer geforderte Rechtsvertretung vorweggenommen. Der ÖAAB Salzburg initiierte zahlreiche finanzielle Verbesserungen für Arbeitnehmer, nicht zuletzt zählte dazu auch die Forderung nach Schaffung eines Mindestlohnes. Aber auch eine verbesserte Regelung der Ladenschlusszeiten, ein Jugendbeschäftigungsplan sowie die Reform der Sozialpartnerschaft standen im Mittelpunkt der Bemühungen der Landesgruppe. In schulpolitischer Hinsicht sollten die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Chancengleichheit in Salzburg starkes Gewicht bekommen.

Der ÖAAB Salzburg sah seine Aufgaben in Belangen der Umweltpolitik, der Steuerentlastung und einer beständigen Solidarität in Fragen der Sozialpolitik. Die Forderungen des ÖAAB betrafen unter anderem auch eine flexible Arbeitszeit, die Errichtung eines Arbeitsplatzes mit Gesundheitsvorsorge, eine bessere Ausbildung und ein gleiches Einkommen für Arbeitnehmerinnen. Ein gut organisierter Arbeitsmarkt und erschwingliche Wohnungen sollten zu gerechten Rahmenbedingungen werden.

1990er-Jahre

Die Bemühungen um den verfassungsrechtlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags trugen Früchte: Mit 29. März 2000 wurde der arbeitsfreie Sonntag als Staatszielbestimmung in der Salzburger Landesverfassung – womit Salzburg das erste Bundesland ist, in dem dies erreicht wurde – verankert.

Leitbild

Das Leitbild des ÖAAB umfasst

  • den Grundsatz, dass die Sicherung der Freiheit des Einzelnen und die Stärkung seiner Eigenverantwortlichkeit besser sind, als Bevormundung und Fürsorgestaat;
  • die Grundsatzkonzeption, dass der ÖAAB den kollektivistischen Gleichmachern des Sozialismus eine Gesellschaft entgegensetzt, in der es Chancengleichheit und das Recht auf Eigentum gibt;
  • eine realistische Wirtschaftspolitik, welche die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe stärkt und die unternehmerische Initiative fördert.

Die Landesobmänner

Quelle

  • www.oeaab-sbg.at/uberuns.aspx?pagename=WUU_Chronik: Chronik des ÖAAB (zuletzt abgerufen am 5. Jänner 2010)

Weblink