M²-Kulturexpress

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der m²-kulturexpress (Quadratmeter Kulturexpress) ist ein Kulturverein in der Oberpinzgauer Marktgemeinde Neukirchen am Großvenediger.

Geschichte

Theatergruppe Neukirchen

Der m²-kulturexpress geht auf die Theatergruppe Neukirchen zurück, die 1980 auf Initiative des damaligen Leiters des Bildungswerkes Neukirchen, Hans Lerch, gegründet wurde. Der junge Hauptschullehrer Charly Rabanser wurde mit der Leitung betraut, der Gasthof Neuhof diente als Spielstätte. Nebenbei ging die Theatergruppe auch mit einem restaurierten Postbus auf Tournee.

Am 11. Juni 1980 trafen sich einige Interessierte im Probenlokal der Trachtenmusikkapelle Neukirchen. Als erstes Stück wurde Der Zahnarzt im Oktober 1980 aufgeführt.

1985 sorgte die Truppe mit ihrer Inszenierung des Felix Mitterer Stücks Kein Platz für Idioten für einen handfesten Theaterskandal.

m²-kulturexpress

1987 bot sich die Möglichkeit das alte Kogler-Kino als Spielstätte anzumieten. Am 24. April 1987 gründeten einige Pioniere, federführend von Charly Rabanser und Hubert Kirchner geleitet, den Kulturverein m²-kulturexpress. Mit viel Engagement wurden Eigenproduktionen auf die Bühne gebracht. Daneben begann man bekannte Gäste aus der österreichischen Kabarettszene wie Josef Hader, Andrea Händler, die Hektiker oder Roland Düringer nach Neukirchen zu lotsen. Der Ort etablierte sich als Theatermekka abseits der Großstädte. Autoren wie Uli Brée oder Rupert Henning wurden gewonnen.

Aber nicht immer war die Arbeit von Erfolg gekrönt. So spielte Rabanser seinen Herrn Franz (Premiere im Mai 2000) einmal vor einem einzigen Zuschauer.

1996 wurde die Arbeit erstmals landesweit gewürdigt: dem Ensemble wurde der Tobi-Reiser-Preis zuerkannt. Die 50.000 ATS Preisgeld verwendeten die Verantwortlichen unter anderem für die Gründung der Neukirchner Sommerfestspiele.

Am 21. November 2007 wurde der Landespreis für Kulturarbeit an den Kulturverein vergeben. In der Jurybegründung wurde auf die nachhaltige und qualitätsvolle Kulturarbeit auf unterschiedlichen Ebenen und auf die persönlichen Verdienste von Charly Rabanser hingewiesen.

Auszeichnungen

Quellen

Weblinks