Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

Margot Werner

Das Grab von Margot Werner auf dem Salzburger Kommunalfriedhof

Margot Werner (* 8. Dezember 1937 in Salzburg; † 1. Juli 2012 in München[1]), war eine österreichische Balletttänzerin und Chansonsängerin. Sie lebte in München und Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit

Als Tochter eines Kaufmanns <-- einer der Gebrüder Werner mit Geschäft am Mozartplatz vgl Marone --> und einer Pianistin wuchs die rothaarige und blauäugige Margot Werner in Salzburg auf. Und absolvierte das Realgymnasium bei den Ursulinen mit der mittleren Reife.

Privates

Margot Werner hatte eine enge Beziehung zu dem Tanzkollegen Heinz Bosl. In erster Ehe war sie mit dem Schauspieler Peter Pasetti verheiratet. Von 1978 bis zu ihrem Tod war Margot Werner mit dem Kaufmann Jochen Litt verehelicht.

Ballett

Margot Werner erhielt mit drei Jahren den ersten Ballettunterricht. Und absolvierte die klassische Tanzausbildung am Salzburger Landestheater und bei Derra de Moroda. Mit 17 Jahren wurde sie am Bayerischen Staatsballett in München engagiert. Drei Jahre später avancierte sie zur Vortänzerin. Seit 1959 war sie Solistin. Margot Werner trat bis 1975 oft gemeinsam mit Heinz Bosl auf, nach dessen Tod sie sich zusammen mit Konstanze Vernon für die Heinz-Bosl-Stiftung engagierte.

Erfolge als Chanson-Sängerin

Der Komponist Bert Grund schrieb 1972 drei Lieder für Margot Werner, mit denen diese ihre zweite Karriere startete, bei der auch Abi Ofarim sie wesentlich förderte. So sang sie 1972 im Wiener Konzerthaussaal mit Peter Kreuder. Es folgte eine Show im Spielcasino von Travemünde und von November 1973 bis März 1974 ein Gastspiel im Münchener Kabarett Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

Seit 1975 trat Margot Werner in zahlreichen Fernsehshows als Tänzerin, Sängerin und Entertainerin auf, etwa bei Hans-Joachim Kulenkampff und in Feuerabend, bei Max Greger. 1976 ging Margot Werner mit dem Programm Wasser, Feuer, Luft und Erde auf Deutschland-Tournee. 1977 hatte sie einen ihrer größten Erfolge mit dem Song So ein Mann.

Ab 1986 hatte sie beinahe jährlich Auftritte im Renitenz-Theater Stuttgart. Mit Movie Classics feierte Margot Werner 1994 Erfolge in der Münchener Philharmonie und der Stuttgarter Liederhalle.

Musikalbum|Alben (LP/CD): Und für jeden kommt der Tag (1972), Wasser, Feuer, Luft und Erde (1976), ...denn ich bin ich (1983), Traumflüge (1987), Movie Classics (1994), Leben (1996).

Margot Werner starb am 1. Juli 2012, nach einem Sturz aus dem Fenster des Klinikum Bogenhausen in München, in welchem sie wegen einer Nervenschädigung an der Schulter behandelt worden war. Laut der Quellen liegt kein Fremdverschulden vor. Am 6. Juli wurde die Urne mit den sterblichen Überresten der Sängerin am Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt.

Discographie

  • Und für jeden kommt der Tag (LP) (1974)
  • Mein Leben ist wie ein Tanz/Nur ein Bild (1975)
  • Wasser, Feuer, Luft und Erde (LP) (1976)
  • So oder so ist das Leben/Manche Träume werden nicht wahr (1976)
  • Das kann nur Liebe sein (1976)
  • Margot Werner: So ein Mann (1977)
  • Du bist zu heiß/ Bleib die kleine Stunde bis zum Morgen (1977)
  • Nur eine Frau (LP) (1977)
  • Ich hab im Leben nichts bereut (LP) (1978)
  • Häng dich bei mir ein (LP) (1980)
  • Tanz auf dem Vulkan (1981)
  • ...denn ich bin ich (LP) (1983)
  • Traumflüge (LP) (1985)
  • Lilly Marlen (1986)
  • Never forget my love aus dem Tatort Das Archiv (1986)
  • Lieder mit... Margot Werner (2LP)
  • Stargala / Margot Werner (2LP)
  • Doppelstar: So ein Mann/ ...und kein bißchen Weise, Margot Werner & Curd Jürgens
  • Margot Werner in Gold
  • Meine größten Erfolge
  • Ich hab` im Leben nichts bereut

Weitere Veröffentlichungen:

  • Zeig mir den Weg in dein Herz
  • Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
  • Diese Nacht kennt kein Tabu/Ich weiß so lieben kann ich...(1980)
  • Movieclassics (1994)
  • Leben (1996)

Zu ihrem 50jährigen Bühnenjubilaum erschien 2007 eine CD mit ihren größten Erfolgen und zwei neu produzierten Titeln.

Schauspielerin

Als Schauspielerin stand Margot Werner zunächst als Jenny in Brechts Dreigroschenoper auf der Bühne des Münchener Residenztheaters. Es folgten TV-Produktionen wie Insel der Krebse, Lieb Vaterland, magst ruhig sein (nach dem Roman von Johannes Mario Simmel, 1976), die Operette Im weißen Rössl am Wolfgangsee mit Helmuth Lohner (1979), die Fernsehserie Liebt diese Erde (1984) und die Tatort-Folge Das Archiv (1986).

Auszeichnungen

  • 1974 Schwabinger Kunstpreis
  • 1975 Goldene Europa als interessanteste Neuentdeckung des Jahres
  • 1976 nominiert für die Rose d’Or|Goldene Rose von Montreux
  • Trude-Hesterberg-Ring

Literatur

  • ... und für jeden kommt der Tag (Autobiographie, 1982)

Weblinks

Referenzen