Matthias Würfel

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Matthias Würfel vor seiner Installation "Stille"

DI Matthias Würfel (* 20. Oktober 1975 in Wiener Neustadt, Niederösterreich) ist Architekt.

Leben

Der in der Heimat seiner Mutter geborene Matthias Würfel wuchs in Neumarkt am Wallersee auf und besuchte die HTL in Salzburg, bevor er zum Studium der Architektur nach Wien ging. Heute arbeitet er für ein Architekturbüro in Krems.

Vorgestellt

Stellt man Matthias Würfel eine simple Frage, bekommt man ganz sicher keine simple Antwort. Kostprobe gefällig? "Wann sind Sie geboren, Herr Würfel?" Kurzes Schweigen. Schließlich: "1975." "Und an welchem Tag?" Längeres Schweigen. Würfel: "Muss ich das sagen? Dann gratulieren alle zum Geburtstag." Kurze Pause: "Aber so schlimm wäre das auch nicht."

Matthias Würfel ist Architekt und arbeitet für ein Architekturbüro in Krems. Seine Freizeit gehört der Kunst, genauer der Landschaftskunst. "Das ist meine Leidenschaft. Mit meinen Projekten will ich Menschen anregen, sich mit der Natur auseinanderzusetzen." So hängt sein ganzes Herzblut derzeit an ein paar Tonnen Stahl und einer kleinen Föhre im Neumarkter Ortsteil Pfongau. Neben der Gärtnerei Trapp thront sein aktuelles Projekt "Stille": In einer "Stahl-Box" wächst fünf Jahre lang eine Föhre heran, bis sie sich bei entsprechender Gewichtszunahme nach unten bewegt und das Gegengewicht nach oben zieht. Würfel: "Es ist Sinnbild für die natürlichen Grenzen menschlichen Wirkens und soll die Betrachter für die Kraft der Natur sensibilisieren."

Das Auftreten Würfels ist burschenhaft und entspricht so gar nicht dem Bild eines ehrgeizigen Jungarchitekten. Zum Gespräch erscheint er in sportlichen Hosen, T-Shirt und mit einem Bandana-Tuch auf dem Kopf. Er schaut immer wieder zu Boden. Erzählt er von seinen Kunstprojekten, glänzen seine Augen und es sprudelt aus ihm heraus. Sein künstlerisches Talent habe er von seinem Opa, den er nie kennengelernt habe. "Schade, von ihm hätte ich viel lernen können. Ich zeichne auch schon seit meiner Kindheit."

Dafür könne er nicht gut mit Zahlen umgehen. Das habe sich auch beim aktuellen Projekt gezeigt. "Das hat 8.000 Euro gekostet, 2.000 Euro mehr als geplant. Die muss ich nun selbst aufbringen. Da habe ich mich verkalkuliert."

Noch finanziert Würfel seine Kunst mit seinem Brotberuf und mit Sponsoren. "Aber irgendwann will ich davon leben. Außerdem möchte ich unterrichten." Aber das sei alles noch in der Schwebe. Sein ganzes Leben befinde sich derzeit in einem Zwischenzustand. Den Wohnsitz in Wien hat er aufgegeben, zum Job pendelt er. "Ich bin auf der Suche nach einem Wohnsitz. Am liebsten wäre mir ein aufgelassenes Bauernsacherl, allein stehend, mitten in der Natur, nicht weit weg vom Flachgau. In den bin ich verliebt. Aber bitte schreiben Sie das nicht, das ist vielleicht zu persönlich." Pause. "Oder doch? Wer weiß, vielleicht weiß jemand etwas Passendes", meint Würfel und strahlt.

Installation "Schoenoplectus"

Werke

Quelle

Weblinks