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Max Prodinger

Max Prodinger bei der traditionellen Faschingsmatinee der Salzburger Kulturvereinigung im Grossen Saal Mozarteum am 22.02.09

Max Prodinger (* 1976 in Tamsweg) ist ein Tenor-Sänger und Stadtwirt in Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Max Prodinger wuchs in St. Andrä im Lungau auf.

Seit Dezember 2010 führt er in der Stadt Salzburg den Stadtwirt in der Theatergasse.

Karriere

Ausbildung

Bereits im Kindesalter musizierte Max Prodinger im Rahmen der Familienmusik, mit elf Jahren nahm er erstmals Orgelunterricht, den ihm die Kirchenorganistin in Tamsweg gab. Bei seinem Musiklehrer Peter Grießner, der das Vokalensemble „Young Voices“ leitete, entdeckte er seine Begeisterung für Gesang. Grießner war dann auch sein erster Förderer und ließ ihn bei den "Young Voices" erste Solopartien singen. Prodinger zählte schon bei internationalen Wettbewerben zu den Preisträgern.

Es folgte ein Studium für Gesang zunächst an der Hamburger Stage School (Musical), dann an der Universität Mozarteum (Operngesang). Er absolvierte Meisterklassen mit William Mason, Richard Miller, Gudrun Volkert, Linda Balliro, Lilian Sukis, Michele Crider und Heather Hartinger. Seine Professorin und Mentorin ist die Sopranistin Horiana Branisteanu.

Engagements

Seine internationalen Engagements bei Konzerten brachten Prodinger in 30 Länder. Er trat unter anderem in über 300 Vorstellungen als Conférencier im Musical Cabaret und bei über 1 500 Vorstellungen in 'Rogers and Hammerstein´s' "Sound of Music" weltweit auf.

Bei den Salzburger Festspielen war er dann erstmals 2004 als Lord Latimer in Christopher Marlowes „Prince Edward“ zu sehen und zu hören. 2008 sang er unter der Leitung von Gustav Kuhn in der Matthäus Passion. Bei verschiedenen Tournee-Produktionen trat er zusammen u. a. mit der Vogtland Philharmonie, dem Ensemble der komischen Oper Berlin, den Prager Symphonikern, sowie Mitgliedern der Wiener Philharmoniker auf.

Unter der Leitung der Berliner Konzeragentin Janette Seifert war Max Prodinger ab Herbst 2011 auf eine Welttournee gegangen. Vorher sang der Lungauer noch bei 80 Vorstellungen in der Reihe Das große Wunschkonzert der Operette, unter anderem mit Eurovisions-Aufzeichnungen in der ARD sowie im belgischen und niederländischen Fernsehen. Im Frühjahr 2011 gastierte er im Prager Nationaltheater in der Hauptrolle des "Canio" (Rollendebüt).

Im Oktober 2012 gewann er bei der internationalen NTD Vocal Competition in der New Yorker Carnegie Hall den Silver Award. Im Februar 2013 gewann er bei der OMEGA Competizione Opera Italiana in Florenz den Sonderpreis der Jury als beste männliche Stimme und wurde am Teatro Goldoni di Livorno engagiert.

Beim Opernfestival Chiemgau auf Gut Immling im Juni 2013 debütierte er erstmals in der Oper "Das Geheimnis des Ringes" unter dem Dirigat von Cornelia von Kerssenbrock in den beiden Wagner-Partien als Siegmund und Siegfried.

Im August 2013 gewann er den Grandi Voci-Konzertpreis in Salzburg. Er überzeugte mit sicherer Höhe, meinte Ingo Kolonerics, Intendant und Jury-präsident. Die beiden ausgewählten Arien "Di quella pira" aus Troubadour (Verdi) und "Che gelida manina" (Puccini) sind bekannte Gassenhauer und wurden von den größten Tenören gesungen. Prodinger dazu: "Da bleibt nicht viel Spiel- und Interpretationsraum. Diese Arien kennt jeder im Publikum. Man muss 100 Prozent exakt bleiben und einfach die Stimme glänzen lassen.".

Im September 2013 wurde er für den POA 2014 (Paris Opera Awards) in Paris nominiert. Seit 2015 ist Prodinger Dozent in Luzern.

Neben solistischen Konzerten und Liederabenden sang er im August 2017 bei den Oetigheimer Festspielen die Tenor- Solopartie in Verdi’s Requiem mit Fenna Ograjensek, Anja Jung, Duccio Dal Monte, auf Deutschlands größter Freilichtbühne (über 4 000 Plätze) mit dem ORSO Philharmonie Orchester und dem Orso Chor unter der Leitung von Wolfgang Roese. Weiters singt er im November 2017 die Tenor-Solopartie in der Aufführung des Erntedankoratoriums op.104 vom österreichischen Komponisten Heinrich von Herzogenberg mit der Akademie Ortenau unter der Leitung von Olaf Fütterer in der Philharmonie Haarlem, im Temple Neuf/Strassbourg und im Festspielhaus Baden Baden.

Weblinks

Quellen

  • PN-Nachricht Max Prodinger an Peter (2017)