Nepomuk-Kapelle (Neumarkt am Wallersee)

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Blick in die Nepomuk-Kapelle.

Die Nepomuk-Kapelle ist ein denkmalgeschütztes Objekt an der Hauptstraße 16 in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geschichte

Die Barockkapelle wurde 1730 als Halbrundbau in der Gartenmauer des Bezirksgerichtsgebäude errichtet. Der Bau war von Joseph Martin von Kronenkreuz veranlasst worden, der von 1729 bis 1740 Richter und Pfleger am Bezirksgericht in Neumarkt war.

Zur Zeit der Errichtung der Kapelle erinnerte man sich noch sehr an die Pestjahre 1713 und 1714. Deshalb findet man in der Kapelle auch die Heiligen Sebastian und Rochus, die wichtigsten Pestpatrone.

Sie wurde bis 1916 von Oberlandesgerichtsrat Bruno gepflegt und an Fronleichnam wird bei dieser Kapelle ein Evangelium gelesen.

Beschreibung

Die Kapelle hat die Maße von 3,6 m Breite und einer Tiefe von drei Metern. Die Traufenhöhe beträgt 3,60 m. Straßenseitig wurde das Kupferdach mit einem Spitzwalm verlängert, gegen Osten mit einem Rundwalm. Die Toröffnung mit einem Segmentbogen ist 1,80 m breit und hat eine Scheitelhöhe von 2,90 m. Sehr gute kunsthandwerkliche Arbeiten stellen die prächtigen Schmiedeeisengitter, eine zweiflügelige Tür mit Arabesken und üppigen Zierrat dar.

In ihr befinden sich drei bedeutende Werke des Neumarkter Bildhauers Paul Mödlhammer (* 1680; † 1743). In der Mitte steht der heilige Johannes Nepomuk mit einem kreuztragenden Engel, links von ihm der heilige Sebastian und der heilige Rochus.

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Quelle

Kapellen, Kapellenbildstöcke, Marterl und Bildstöcke in Neumarkt am Wallersee