Nikolaus Ribeisen

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Dr. Nikolaus Ribeisen [Niclas Ribeysen] (* 1484 Udenheim=Philippsburg [Baden-Württemberg];[1]8. Februar 1547[2]) war ein Hofkanzler des Salzburger Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg.

Werdegang

Nikolaus Ribeisen immatrikulierte sich im Jahr 1496 zuerst an der Universität Heidelberg, wo er 1498 das Bakkalaureat und 1498/1499 den Grad eines Magisters erlangte. Dann dürfte er in Italien weiterstudiert haben. Im Jahr 1508 ist er als Kleriker und deutscher Notar in Rom nachweisbar. Er war Kleriker der Diözese Speyer.[1]

Zur Umgebung Langs gehörte Ribeisen schon vor dessen Salzburger Zeit; er begleitete Lang offenbar bereits bei seinem halbjährigen Aufenthalt nach Rom 1513/1514.[1]

Salzburger Hofrat

Als hochfürstlicher Rat war Dr. Nikolaus Ribeisen für die auswärtigen Angelegenheiten zuständig, gewissermaßen Salzburgs Außenminister, war in alle wichtigen Staatsgeschäfte eingeweiht und wurde zu wichtigen Missionen herangezogen.[1][2]

Sonstiges

Ribeisen heiratete Elisabeth Thenn verw. Pflügl, Tochter des Hans Thenn (er muss also zuvor in den Laienstand zurückversetzt worden sein).[2]

Ribeisen erwarb im Jahr 1530 das Schloss Neuenchieming im Chiemgau.[3]

Er war auch im Wirtschaftsleben tätig und trat im Jahr 1532 mit seinem Schwager Marx Thenn der Silberhandelsgesellschaft bei. 1537 verband er sich mit Propst Wolfgang von Höglwörth, dem Hofmeister Veit Schartl, dem Kammerschreiber Christoph Perner sowie Virgil und Christoph Fröschlmooser zu einer Gewerkschaft, der Eisengewerkschaft Hammerau/Achtal.[2]

Quellen

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Sallaberger aaO.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Pirckmayer aaO.
  3. Chiemsee-Nachrichten 31.08.2005: Zusatztermin für den «Ribeisen»