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Nonnberger Hund

Nonnberger Hund
Getreidekasten des Benediktinenstifts Nonnberg, das kleine Gebäude am Weg ist der Nonnberger Hund

Der Nonnberger Hund (eigentlich Der Hund am Nonnberger Hochwege[1] ) ist ein verwitterter romanischer Löwe, der als Grenzstein zwischen dem Grundbesitz der Benediktinerinnenabtei Nonnberg und dem Kloster St. Peter fungiert.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Er befindet sich am Hohen Weg auf dem Nonnberg.

Beschreibung

Dass der Torso in Wahrheit einen romanischen Löwe darstellt, ist durch die Locken am Oberkörper des Tieres zu erkennen. Der Kopf des Tieres ging - vermutlich bei einem Anprall mit einem Fuhrwerk - größtenteils verloren. Auch eine zweite Figur, die der Löwe ursprünglich in seinen Tatzen hielt, wurde später weggemeißelt. Huber vermutet auf Grund von Vergleichen, dass diese Figur unter dem Löwen einst einen Widder darstellte. (Ein Krieger ist aber nicht weniger wahrscheinlich.) Die Herkunft des romanischen Löwen aus weißem Marmor ist ungeklärt. Entweder stammt die Plastik vom Konradinischen Dom oder von der Heinrichsbasilika der Abtei Nonnberg.

Seit vielen Jahrhunderten sind zwischen dem Kloster St. Peter und der Abtei Nonnberg genaue Grundgrenzen festgelegt. Der Torso des romanischen Löwen diente jahrhundertelang als ein solcher Grenzstein. Bereits seit mehreren hundert Jahren wird der Torso eines Löwen als "Hund" bezeichnet,

Der heute dort aufgestellte Stein ist eine Nachbildung. Das Original befindet sich Salzburg Museum.

Quelle

Einzelnachweis

  1. Alois Huber Der Hund am Nonnberger Hochwege, MGSL 11 (1871), S 58 - 68