Alois Huber (Priester)

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Begriffsklärung
Dieser Artikel beschreibt das Leben des Priesters Alois Huber. Einen Artikel über den gleichnamigen Sonderschulinspektor findest du unter Alois Huber.


Professor[1] Dr. Alois Huber – eigentlich Vogelhuber[2] oder Vogl[3] – († 1874) war ein bayerisch-salzburgischer Kleriker und historischer Autor.

Leben

Vogl/Huber war Geistlicher in Tittmoning, ging aber, wegen eines sittlichen Vergehens abgestraft, nach Österreich, wo er fortan unter dem Namen „Huber“ lebte; und zwar zunächst in verschiedenen oberösterreichischen Klöstern und dann in Wien.[4]

Im Jahr 1867 kam er nach St. Peter, um hier im Auftrag und auf Kosten des Erzbischofs Kardinal Tarnóczy an der Frühgeschichte des Christentums in Südostdeutschland zu arbeiten.[5]

Er wurde 1869 korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, in deren Rahmen er in den Jahren 1870 und 1871 durch Vorträge[6] und Aufsätze hervortrat.

Nachdem im Jahr 1871 Franz Valentin Zillners „Salzburgische Kulturgeschichte in Umrissen“ erschienen war, ließ Alois Huber (Priester) eine anonyme Gegenschrift unter dem Titel „Einige Bedenken zur salzburgischen Culturgeschichte des Herrn Dr. Med. Fr. V. Zillner“ erscheinen, in der er der liberalen Sichtweise Zillners eine klerikal-konservative entgegensetzte. Diese Meinungsverschiedenheiten mit dem streitbaren Zillner führten zu langanhaltenden Zerwürfnissen innerhalb der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde.[7]

Alois Huber (Priester) starb 1874 als Kaplan in Neumarkt.

Werke

Quellen

Einzelnachweise

  1. Der Titel „Professor“ wird in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (zB Gesellschaftsnachrichten 1869, S. XVIII),) verwendet, seine Herkunft ist zweifelhaft.
  2. Wurzbach aaO, Hans Wagner aaO 197.
  3. H. F. Wagner aaO S. 348.
  4. Wurzbach aaO.
  5. Hans Wagner aaO 197.
  6. außer den veröffentlichten Vorträgen wird auch einer über das Vorleben Erzbischof Arns genannt: MGSLK 1870, S. VI.
  7. Näher Hans Wagner, aaO S. 197-199.