Portal:Geschichte/Altenmarkt im Pongau

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Geschichte Altenmarkts

Bereits in der römischen Straßenkarte scheint die Straßenstation Ani auf. Anzunehmen ist, dass die Ortsbezeichnung Ani mit dem Namen der Enns, die Anisus hieß, zusammenhängt.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1074 im Schenkungsvertrag des Erzbischofs Gebhard an das Benediktinerstift Admont.

Bis ins 13. Jahrhundert wurde der Name Rastat verwendet.

Hochwasser im Jahr 1867. Die Salzburger Chronik berichtete:[1]

Altenmarkt im Pongau, 8. Juni. Wegen der großen Schneemasse, welche durch die anhaltende Sonnenhitze zu schmelzen begann, war es voraussichtlich, daß der für das Dorf Altenmarkt sehr gefährliche Zaucherthal-Wildbach aus seinen Ufern treten werde. – Am 12. Mai ist nun dieses Unglück wirklich in der bedauerlichsten Weise eingetroffen. Am südlichen Theile des Dorfes durchbrach der Zaucherbach die Verwerkung und ergoß sich südwestlich über die Hälfte des Dorfes und seiner anliegenden Felder, so daß das Wasser selbst durch die Fenster in die Häuser eindrang. Die Bewohner mußten sich eiligst mit ihrer Habe in die obern Stockwerke flüchten, das Vieh aber außer das Dorf in die umliegenden Bauerngüter abgeführt werden. – Vier Wochen sind seitdem verflossen und der Wildbach wollte sich noch nicht mit den Verheerungen, die er angerichtet, zufrieden stellen. Er brach sich, nachdem ihm an der linken Seite ein fester Damm gesetzt, am rechtſeitigen Ufer Bahn und überschüttete auch den östlichen Theil des Dorfes mit Sand und Gerölle. Nur die Kirche mit den nächstgelegenen Häusern blieb von der Ueberschwemmung verschont. Welche Noth und welches Elend unter den hiesigen Bewohnern herrscht, wird jedermann sich vorstellen können, wenn er bedenkt, daß die Mehrzahl der Bewohner dem Handwerksstande angehört, die nur kümmerlich von der Arbeit ihrer Hände lebt, und dabei gewöhnlich eine zahlreiche Familie zu ernähren hat. Auch ist die Gemeinde Altenmarkt mit Hausarmen im reichlichsten Maße gesegnet. – Der Schaden, den diese Ueberschwemmung verursachte, kann mit Bestimmtheit noch nicht erhoben werden, jedenfalls wird sich aber derselbe auf mehrere Tausend Gulden belaufen. – Auch hat in dieser Gegend der Reif und Hagel vielfältigen Schaden angerichtet; es mußte an vielen Orten der Roggen, von dem man sich reichliche Ernte hoffte, abgemäht werden.

Mit der „65. Kundmachung der Salzburger Landesregierung vom 1. Oktober 1948 betreffend die Berechtigung der Ortsgemeinde Altenmarkt zur Führung der Bezeichnung 'Marktgemeinde'„“[2] wurde die Gemeinde Altenmarkt zum 30. Dezember 1948 zur Marktgemeinde erhoben. Bereits am 3. Oktober 1948 erfolgte im Rahmen eines zweitägigen Festes die Übergabe der Urkunde an den Bürgermeister.[3]

Zum 17. Mai 1951 wurde der Gemeindename mit der „24. Kundmachung der Salzburger Landesregierung vom 6. April 1951 über die Änderung der Namen mehrerer Markt- und Ortsgemeinden im Bundeslande Salzburg“[4] zu Altenmarkt im Pongau erweitert. Allerdings findet sich die Schreibweise „Altenmarkt im Pongau“ jedenfalls schon 1849, wie der Ausgabe der Salzburger Constitutionelle Zeitung vom 27. November 1849[5] (und auch späteren Zeitungsartikeln) zu entnehmen ist.

  1. ANNO, Salburger Chronik, Ausgabe vom 17. Juni 1867, Seite 3
  2. LGBl. vom 29. Dezember 1948, 65. Kundmachung der Salzburger Landesregierung.
  3. ANNO, „Salzburger Volkszeitung“, Ausgabe vom 4. Oktober 1948, Seite 3
  4. LGBl. vom 16. Mai 1951, 24. Kundmachung der Salzburger Landesregierung.
  5. ANNO