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Prugger von Pruggheim

Die Familie Prugger von Pruggheim (gelegentlich: Prugger zu Pruggheim) war eine Tiroler Gewerkenfamilie im Nordtiroler Pillerseetal (Bezirk Kufstein).

Geschichte

Der Stammsitz befand sich in Fieberbrunn bei der Hütten (heute Landhaus Brugger).

Die Familie betrieb im 18. Jahrhundert im Pillerseetal den Bleierzbergbau Rohr-Koglererb sowie in Leogang den Silbererzbergbau samt Schmelzhütte. Das Leoganger Unternehmen, das nach seiner im Jahr 1717 erfolgten Erwerbung durch Johann Sylvester Prugger von Pruggheim einen großen Aufschwung erlebte, wurde im Jahr 1760 oder 1761 an Fürsterzbischof Schrattenbach verkauft.

Einzelne Vertreter:

  • Johann Sylvester Prugger von Pruggheim, Gewerke (um 1717)[1];
  • Johann Jakob Prugger von Pruggheim (getauft 27. Juni 1726; † 1782), Gewerke zu Pillersee, verh. mit Maria Barbara Trauner;
  • Anton Benedikt Prugger von Pruggheim (getauft 25. August 1731 Pillersee, bestattet 7. Dezember 1786 Pillersee), Bruder und Nachfolger des Vorigen; dreimal verheiratet, Nachkommen nicht bekannt;
  • Dominicus Andreas Prugger von Pruggheim (* ca. 1726; † 17. Mai 1808), Vetter der beiden Vorigen, Verweser beim k. k. Eisen-Berg- und Schmelzwerks-Handel in Pillersee, wohnhaft im Ansitz Alt-Rosenegg[2] am Pillersee;
    • verheiratet mit
      • 1. Maria Ursula Walpurga geb. Trauner (*20.2.1732 Zell/Ziller; † 1794), Tochter des Pflegers Johann Trauner und der Claudia Lasser von Zollheim; 11 Kinder, darunter der Sohn Karl;
      • 2. (1794) Maria Anna von Rechling († 1802),
      • 3. (1804) Rosina Grießenböck († 1808);
    • Karl Prugger von Pruggheim (* 30. April 1763 Schloss Roseneck am Pillersee); † 23. April 1841 Altötting), Sohn des Vorigen, tirolisch-bayerischer Geistlicher, Lehrer und Schriftsteller[3].

Quellen

  • Herwig Pirkl: Aus der Prugger von Pruggheim'schen Familiengeschichte. In: "Fieberbrunn informativ", Oktober 1980, S. 12 ff.
  • Herwig Pirkl (weitere Forschungen).

Einzelnachweise

  1. Anonymus, Die Entwicklung Saalfeldens und Leogangs, S. 14; Geschichte Leogangs
  2. Vgl. [„Schloss Alt-Rosenegg“ auf www.burgenregister.de(nach Georg Clam Martinic: Österreichisches Burgenlexikon, ISBN: 3-902397-50-0).
  3. Eintrag "Prugger von Pruggheim (Karl)" in: Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel, Johann Wilhelm Sigismund Lindner und Johann Samuel Ersch: Das Gelehrte Teutschland, oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller. 19. Band 5. Auflage Lemgo 1823. S. 210.
    Einzelne Werke Karl Prugger von Pruggheims:
    • Lehren Jesu in vierzehn Stationen und Gebeten. Salzburg: Duyle 1798.
    • Tugendhafte Gesinnungen und Thaten von Heiden, Juden und Türken, in: Erzählungen für Leser aus allen Ständen. 2 Bände München 1802 und 1803.