Ratsbrief

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Der Große Ratsbrief von Kaiser Friedrich III. aus dem Jahre 1481 gewährte verbriefte Rechte der Salzburger Bürgerschaft Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts.

Hintergrund

Bewaffnete Auseinandersetzungen innerhalb der Bürgerschaft bildeten 1287 den Anlass, das überkommene Stadtrecht im so genannten Sühnebrief zu kodifizieren. Im Unterschied zu anderen Städten wurden Bürgermeister (erst 1374 zum ersten Mal erwähnt) und Ratsherren bisher vom Fürsterzbischof nominiert. Um in seiner Auseinandersetzung mit dem Fürsterzbischof die Bürger der Stadt für sich zu gewinnen, verbriefte dann Kaiser Friedrich III. neben anderen Privilegien die freie Wahl des Stadtrates und des Bürgermeisters im Großen Ratsbrief von 1481.

Bereits 1511 erzwang Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach durch das Gastmahl auf der Festung Hohensalzburg gewaltsam den Verzicht auf dies Freiheiten. Ähnlich gewaltsam verfuhr 1523 Fürsterzbischof Matthäus Lang. Die von Matthäus Lang 1524 erlassene Stadt- und Polizeiordnung gilt als (früh-)absolutistisches Rechtsdokument.

Straßenbenennung

Quelle