Rudolf Schwarzgruber

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Prof. Rudolf Schwarzgruber (* 12. März 1900 in Salzburg; † 12. März 1943 in Černoerkovskaja, UdSSR, im Kaukasus, gefallen) war ein österreichischer Geograf und Alpinist.

Kurzbiographie

Rudolf Schwarzgruber studierte in Wien Turnen und Geografie und unterrichtete dann am Gymnasium Wien XVIII. in Wien-Währing.

Als Geograf beschäftigte er sich besonders mit der Glaziologie, wobei ihn vor allem die Struktur des Gletschereises und der Einfluss von Druck und Temperatur auf dessen mechanischen Eigenschaften interessierten. Seine wissenschaftlichen Arbeiten blieben jedoch unveröffentlicht.

Als hervorragender Bergsteiger, der im Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklub]] 1933 das Amt des Schriftführers, von 1934 bis 1942 jenes des Ersten Vizepräsident bekleidete. Er bewährte sich besonders im kombinierten Fels-Eis-Gelände, weshalb er 1935 an einer Kaukasus-Expedition teilnehmen konnte. Bereits 1938 wurde er mit der Leitung einer Expedition betraut, die in den indischen Teil des Garhwal-Himalaya (Gangotri-Gruppe) führte und der fünf Erstbesteigungen gelangen. 1939 begann er mit den Vorbereitungsarbeiten für eine Kundfahrt in den Hindukusch, deren Zustandekommen jedoch durch den Kriegsausbruch verhindert wurde.

Im Zweiten Weltkrieg meldete sich Schwarzgruber mit 42 Jahren freiwillig zu einer Gebirgsjägereinheit, um am Kaukasusfeldzug der Wehrmacht teilzunehmen. Er fiel am 12. März 1943 in der Nähe von Tschernojerkowskaja im Kaukasus.

Schwarzgruber war ab 1935 mit Mathilde Wettstein von Westersheim (* 1902; † 1995) verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Weiterführend

Für Informationen zu Rudolf Schwarzgruber, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema


Quellen

Werke