Schafischoad

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Der Pinzgauer Mundartbegriff Schafischoad (Schafischöö) bedeutet Scheidung der Hausschafe nach dem Almabtrieb.

Erläuterung

In der heimischen Almwirtschaft ist es üblich, dass Schafe verschiedener Besitzer gemeinsam gealpt werden. Jeder Landwirt benötigt für das Auftreiben von Tieren entweder eine Alm im Eigenbesitz oder Gräser. Das sind Alpungsrechte auf einer genossenschaftlichen Alm. Für fünf Schafe wird ein Kuhgras benötigt. Für Rinder, beispielsweise das Pinzgauer Rind, ist pro Tier ein Gras und für Pferde wie das Noriker Pferd oder das Haflinger Pferd sind pro Tier drei Gräser erforderlich. Die Schafe werden den Sommer über im Wesentlichen sich selbst überlassen.

Almabtrieb und Schafischoad

Anfang September, zum „Schutzengelsonntag“, werden die Schafe zusammengesucht, gemeinsam abgetrieben und auf den Scheidplatz geführt. Dort werden sie von ihren Besitzern an Hand der Ohrmarken aus der Herde herausgelesen und in eingezäunte „Keixn“ (= Standln, Pfrenger) gebracht, bevor sie in den heimatlichen Stall oder auf die eigenen Weiden im Tal getrieben oder (heute meist) transportiert werden.

Quellen