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Schneefink

Schneesperling, alias Schneefink, mit Sonnenblumenkern an einer Futterstelle beim Hotel Rudolfshütte.
Schneesperling, in Österreich meist Schneefink genannt, an einer Futterstelle beim Berghotel Rudolfshütte.
Derselbe in anderer Pose.
Und noch einmal derselbe.
Schneesperlinge an einem Schlechtwettertag an einer Futterstelle beim Hotel Rudolfshütte.

Der Schneefink (Montifringilla nivalis) ist ein Singvogel aus der Familie der Sperlinge (Passeridae), der auch in Salzburg heimisch ist.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines und Salzburgspezifisches

Schneefinken, auch im Englischen mit White-winged Snowfinch als Finken bezeichnet, sind eigentlich Schneesperlinge. Sie leben oberhalb der Baumgrenze und sind häufig im Umfeld von Skihütten oder Berggasthöfen anzutreffen. Sie fallen mitunter in Scharen auf Sonnenterrassen ein und lassen sich von den Gästen füttern. Mit diesem Verhalten erinnern sie an ihre nahen Verwandten, die Haussperlinge. Sie erscheinen in der Gruppe unruhig, sind jedoch furchtlos und daher oft wenig scheu. Schneesperlinge können beispielsweise entlang der Großglockner Hochalpenstraße, in Werfenweng, auf der Schmittenhöhe, auf dem Hochkönig und im Bereich der Rudolfshütte in Uttendorf, Weißsee, gesichtet werden. Im Bundesland Salzburg leben zwischen eintausend und zehntausend Brutpaare und sind hier die Schneefinken derzeit nicht gefährdet.

Beschreibung

Schneefinken haben eine Körperlänge von 16,5 bis 19,0 cm und sind mit einem Gewicht von 40 Gramm doppelt so schwer wie Haussperlinge. Sie sind auch größer als ihre anderen nahen Verwandten, die Feldsperlinge. Sie wirken langgestreckt und langflügelig mit viel Weiß im Gefieder. Am Boden wirkt der Schneesperling unscheinbar graubraun mit schmalem, aber langem weißen Flügelfeld. Im Flug erkennt man, dass ein großer Teil des inneren Flügels weiß ist und man sieht auch den weißen Schwanz mit den schwarzen Steuerfedern in der Mitte. Markant sind die schwarz-weißen Flügelspitzen (schmale schwarze Endbinde). Der Kopf des Schneefinken ist grau, sein Mantel erdbraun, die Unterseite des Körpers weißlich, mit schwarzem, oft diffus abgesetztem Kinnfleck. Sein Schnabel ist im Prachtkleid schwarz und im Schlichtkleid elfenbeinfarben. Je nach Lichtverhältnis kann dieser auch gelb bis orange erscheinen. Der Flug des Schneesperlings ist kraftvoll und schnell. Schneesperlinge singen auf Warte oder während eines kreisförmig gleitenden Singfluges. Ihre Brutplätze befinden sich in Felsspalten im Gebirge und liegen überwiegend im Bereich zwischen 1900 und 3100 m Seehöhe. Schneefinken sind Jahresvögel und sie verbringen auch den Winter in der alpinen Zone.

Lieblingsfutter

Sie leben von Sämereien, füttern ihre Jungvögel wie andere Sperlingsarten auch (Haussperling, Feldsperling) jedoch vorwiegend mit Insekten.

Schneefinken sind nicht nur mit den Spatzen verwandt, sondern genauso zutraulich. Wer sie in höheren Lagen füttern möchte, ist mit Sonnenblumenkernen gut beraten.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Weiterführend

Für Informationen zu Schneefink, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quelle

  • Slotta-Bachmayr, Leopold, Medicus, Christine, Stadler, Susanne: Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, HG Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02 – Naturschutzfachdienst, Salzburg 2012, S. 30
  • Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers, S. 374-375

Einzelnachweis