Sebastian Schwoich

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Sebastian Schwoich (* 20. Jänner 1685 in Saalbach; † 1730) war Mesner und Schulleiter der Pinzgauer Volksschule Saalbach.

Leben

Sebastian Schwoich war der Sohn des Saalbacher Bauern Simon Schwoich und seiner Frau Gertraud aus Mitter-Gurnel?.[1] Er war nie zur Schule gegangen, lernte jedoch auf dem Hof seines Vaters das Lesen. Schreiben und Rechnen erlernte er autodidaktisch und wurde 1706 Mesnerknecht in Saalbach, wo er unter der Aufsicht des Vikars mit dem Unterrichten von Schülern begann.

1710 wurde er zum Mesner und Schulleiter ernannt. Diese Tätigkeiten übte er bis zu seinem Ableben 1730 aus. Er galt als ausgezeichneter Pädagoge, war sehr belesen und nannte eine Bibliothek von über 80 Bänden sein Eigen. Außerdem war er als Prokurator bei nahezu allen Amtshandlungen der Gemeinde zugegen, die einen Schriftverkehr erforderlich machten. Bleibende Verdienste erwarb er sich durch den Bau des Schulhauses in Saalbach 1712.

Sebastian Schwoich war verheiratet mit Anna Maria, geborene Käsnick († 1719), die ihm drei Kinder schenkte, in zweiter Ehe mit Sybilla, geborene Ainkhäs († 1721), in dritter Ehe mit Magdalena, geborene Loitfelder.

Quellen

  • Weitlaner, Siegfried: Heimatbuch Saalbach-Hinterglemm. Vom armen Bergbauerndorf zum internationalen Fremdenverkehrsort. Gemeinde Saalbach-Hinterglemm 1987, S. 262f.

Einzelnachweis

Zeitfolge
Vorgänger

Ulrich Faber

Schulleiter der Volksschule Saalbach
17061730
Nachfolger

Peter Grießenauer