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Siebenstädter-Stiftung

Das Collegium der Siebenstädter war eine Stiftung zur Unterstützung studierender Bürgersöhne aus den Städten des Fürsterzbistums Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Die Stiftung

Die Stiftung wurde von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein (* 1643; † 1709) im Jahr 1702 zugleich mit dem Virgilianischen Kollegium errichtet. Er selbst steuerte 12000 Gulden bei.

Aus der Stiftung sollte jeweils sechs unbemittelten, ehelich geborenen, wohlgesitteten und begabten Bürgersöhnen ein philosophisches oder juridisches Studium ermöglicht werden. Hiezu wurden sie nach vollendeter Rhetorik in das Virgilianische Konvikt aufgenommen und in diesem bis zur Vollendung ihrer Studien verpflegt, auch in den adeligen Übungen unterrichtet. Nach Auflassung des Konvikts wurde die Unterstützungsleistung in einen Geldbetrag umgewandelt.

Die Kandidaten waren von den sechs Städten des alten Erzstiftes, nämlich Salzburg, Hallein, Radstadt, Laufen, Tittmoning und Mühldorf am Inn − als siebente Stadt war das salzburgische, wenn auch "ausländische" Friesach vorgesehen (daher der Name "Siebenstädter") − zu präsentieren. Sollte Mühldorf vom Erzstift getrennt werden, so würde die Stadt Salzburg an seine Stelle treten. Jede der genannten Städte hatte 2000 Gulden unter eigener Bürgschaft auf Zinsen zu 5 Prozent anzulegen.

Die begünstigten Alumnen durften nicht länger als sechs Jahre in dem Konvikt bleiben und hatten aus Dankbarkeit vorzüglich in erzbischöfliche Dienste zu treten.

Stipendiaten

Zu den Stipendiaten der Stiftung gehörte auch noch der Salzburger Jurist und Politiker Georg Lienbacher (* 1822; † 1896).[1]

Quellen

  1. Artikel "Georg Lienbacher".

Siehe auch