Theaterverein Moosdorf

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Der Theaterverein Moosdorf ist ein Laientheater-Verein im Oberen Innviertel in der Seelentium-Gemeinde Moosdorf nahe der Grenze zum nördlichen Salzburger Flachgau.

2019: Herz am rechten Fleck

2019: Herz am rechten Fleck

Mit einer erfrischenden Komödie voller Frauenpower startet der Theaterverein Moosdorf am 9. März 2019 in seine 38. Spielsaison. Gezeigt wird im Stück „Herz am rechten Fleck“ die Geschichte der drei ebenso einfältigen wie arbeitsfaulen Brüder Wipf, die lieber ihrer Angelpassion frönen, anstelle sich um ihren Hof zu kümmern. Mit der Wirtschafterin Christl Sternlein kommt jedoch frischer Wind in Orkanstärke auf den verwahrlosten Hof … eine zeitlose Geschichte, in der eine tüchtige Frau den Männern zeigt, wo’s lang geht!

Die drei Brüder Naz (Willi Zachbauer), Veit (Wolfgang Loiperdinger) und Lenz (Markus Gruber) sind dermaßen mit ihrem Nichtstun beschäftigt, dass sie nicht einmal merken, wie ihre Schwester Veronika (Gerlinde Zechner) und deren Gatte Lambert (Dieter Bommer) nur darauf warten, sich Haus und Hof endlich unter den Nagel reißen zu können. Doch sie haben nicht mit der resoluten Christl Sternlein (Angelika Grubmüller) gerechnet, die nicht nur den Hof, sondern auch die drei faulen Schnarchnasen auf Vordermann bringt! In der Folge nimmt die Situation am Hof manch überraschende Wendung…

In weiteren Rollen sind Marlene Dicker als Sefferl, Sigi Schreiner als Bürgermeister Pum, Sandra Reindl und Michael Webersberger als Magd Margret und deren Sohn Loisl, Fritz Kaltenegger als Tourist und Franz Gruber als Postbote zu sehen. Für die Regie zeichnet Lisa Hanöffner verantwortlich, die schon auf mehrere erfolgreiche Produktionen in Moosdorf verweisen kann.

Insgesamt zehn Aufführungen sind auf der Theaterbühne beim Wirt z’Furkern bis 29. März geplant. Karten zum Preis von € 9,‐ für Erwachsene und € 6,‐ für Kinder bis 14 Jahre sind ab 25. Februar täglich zwischen 18:00 und 20:30 Uhr unter der Telefonnummer (06 80) 1 12 72 94 erhältlich.

2018: Oscar hält Moosdorf in Atem: Geld und Tochter gestohlen

2018: Oscar hält Moosdorf in Atem: Geld und Tochter gestohlen

Mit Unverständnis und Entsetzen reagiert die Moosdorfer Bevölkerung auf die Unverfrorenheit des Buchhalters Albert Leroi, der seinem Chef nicht nur ein Vermögen gestohlen hat, sondern überdies auch noch dessen Tochter ehelichen will. Ob sich Verbrechen tatsächlich auszahlt, wohin die Liebe wirklich fällt und ob am Ende vielleicht alles nur ein Missverständnis gewesen ist, das wird sich auf der Theaterbühne beim Wirt z’Furkern herausstellen.

Vor exakt 60 Jahren feierte die Komödie „Oscar“ am Pariser Athenaeum Theater ihre Premiere mit Jean Paul Belmondo, so richtig berühmt wurde das Verwirrspiel um Koffer und Tochter aber durch die Verfilmung mit Louis de Funès. Jetzt endlich hatte das Stück mit der Aufführung im Theater in Moosdorf auch im Innviertel den Durchbruch geschafft. Mit Sigi Schreiner und Sandra Reindl in der Rolle des cholerischresoluten Fabrikantenehepaars Barnier, Marlene Dicker als deren Tochter Colette und Michael Webersberger als diebischen Möchtegern-Bräutigam Albert Leroi waren turbulente Bühnenszenen garantiert. In weiteren Rollen waren Victoria Scheibl und Gerlinde Zechner als Stubenmädchen zu sehen, ebenso Theresa Langgartner als zusätzliche Tochter und Wolfgang Loiperdinger als weiterer Bräutigam. Der mysteriöse Oscar selbst wurde von Markus Gruber gespielt. Regie führte Dieter Bommer.

Viel schlimmer kann ein Tag nicht beginnen: als der Seifenfabrikant Pierre Barnier geweckt wird, sieht er sich mit einer unverschämten Gehaltserhöhung seines Buchhalters konfrontiert. Als ob das nicht genug wäre, gesteht ihm dieser auch gleich noch, dass er einige Millionen Francs in die eigene Tasche abgezweigt hat und er außerdem der Liebhaber seiner Tochter ist. Als die eilig herbeigerufene Colette dann auch noch ihre Schwangerschaft gesteht, bricht für Barnier eine Welt zusammen. Aber vielleicht ist ja doch alles nur ein Missverständnis?

2015: Hofrat Geiger und sein Mariandl

Produktion 2015: "Der Hofrat Geiger": Marianne Mühlhuber (Sandra Reindl) umschwärmt vom Kanzleidiener Ferdinand Lechner (Edi Söllhammer) und Hofrat Geiger (Sigi Schreiner)

Das musikalische Lustspiel von Hofrat Geiger und seinem Mariandl hat längst Kultstatus: mit ihm eröffnete vor exakt 70 Jahren das Theater in der Josefstadt in Wien die erste Spielsaison nach dem Zweiten Weltkrieg, die zwei Jahre später entstandene Kinoverfilmung war der wirtschaftlich erfolgreichste österreichische Film der Nachkriegsjahre und das Lied vom Mariandl aus dem Wachauerlandl wurde zum meistgehörten Schlager des Jahres 1947. Der Theaterverein Moosdorf brachte ab 21. Februar 2015 das bekannte Theaterstück auf die Bühne beim Wirt z’Furkern.

Regisseurin Lisa Hanöffner, die in Moosdorf schon 2011 das „Weiße Rössl am Wolfgangsee“ mit großem Erfolg inszeniert hatte, entschied sich für eine überarbeitete Version des Originalstücks, die im Jahr 1912 spielt. Der pensionierte Hofrat Geiger (Sigi Schreiner) wird von seinem Freund und Kanzleidiener Ferdinand Lechner (Edi Söllhammer) als „Arbeitstherapie“ mit längst archivierten Akten versorgt, die er daheim bearbeitet. Plötzlich entdeckt Hofrat Geiger in den alten Papieren einen Antrag von Marianne Mühlhuber (Sandra Reindl), einer verflossenen Jugendliebe. Nach und nach entdeckt er, dass aus dieser Liebe eine Tochter entstanden ist – das Mariandl (Bianca Huber). Trotz der Warnungen von Kanzleidiener Lechner entschließt er sich, zu Marianne nach Krems zu reisen und zu seiner Vaterschaft zu stehen…

Lebensrolle von Waltraud Haas

Ein Name ist untrennbar mit der Geschichte des Mariandl verbunden: der von Schauspielerin Waltraud Haas, der 1947 mit der Rolle des Mariandl der Durchbruch zu einer großen Karriere gelungen war. 1961 und 1962 wirkte sie dann als Mariandls Mutter Marianne Mühlhuber in der Neuverfilmung des Stoffes mit und selbst im hohen Alter ließ sie es sich nicht nehmen, als Mariandls Großmutter bei Aufführungen von „Hofrat Geiger“ auf der Bühne zu stehen. Von ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann Erwin Strahl stammt übrigens jene Bearbeitung des Stückes, die in Moosdorf gezeigt wird.

„Wir entführen unsere Gäste zurück in die gute alte Kaiserzeit“

verspricht Theaterobmann Willi Webersberger, „und lassen sie am Leben von Marianne Mühlhuber und Hofrat Geiger hautnah teilhaben. Da gibt es viel zu lachen, aber auch ein Taschentuch sollte man besser mit dabei haben. Außerdem werden wir beweisen, dass unsere Moosdorfer Akteure nicht nur gut spielen, sondern auch hervorragend singen können!“ Neben Sandra Reindl, Sigi Schreiner, Edi Söllhammer und Bianca Huber stehen noch Gunther Boennecken als Hausdiener Hans, Willi Zachbauer als Sauhändler Pfüller, Gerlinde Zechner als Wirtin Windischgruber, Theresa Langgartner als Hausmädchen Reserl und Wolfgang Loiperdinger als Herr Ramsentaler auf der Bühne.

Produktion 2013 "Arsen und Spitzenhäubchen"

Mortimer (Gunther Boennecken) bittet Elaine (Bianca Huber) um ihre Hand. Noch ahnt er nicht, welches Geheimnis seiner beiden Tanten sein Leben aus den Fugen werfen wird ...
Die liebenswerten Schwestern Martha (Sonja Hochradl) und Abby (Sandra Reindl) "verwöhnen" manchen ihrer Gäste mit selbstgemachtem Holunderwein, während ihr Bruder Teddy (Willi Zachbauer) den Keller umgräbt ...
Wie viele Leichen hat Moosdorf im Keller liegen?

Für drei Wochen verwandelte sich der Saal beim „Wirt z’Furkern“ in Moosdorf in eine vornehme viktorianische Villa aus dem New York der 1940er-Jahre, in der die beiden Schwestern Abby und Martha Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe in höchster Vollendung praktizieren. Erst als Neffe Mortimer bei seinen Tanten in der Fensterbank überraschend eine Leiche entdeckt, beginnt sich ein düsteres Geheimnis langsam zu lüften…

Mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ wagte sich der Theaterverein Moosdorf in seiner 32. Spielsaison an einen der erfolgreichsten Klassiker des schwarzen Humors. Nach seiner Broadway-Premiere im Jänner 1941 am Fulton Theater war die Komödie von Joseph Kesselring dreieinhalb Jahre lang allabendlich ausverkauft, der gleichnamige Spielfilm mit Cary Grant in der Rolle des Mortimer zählt noch heute zu den unverwüstlichen Filmklassikern. Für die Moosdorfer Aufführungen konnte die Burghauserin Lisa Hanöffner als Regisseurin gewonnen werden, die bereits 2011 das „Weiße Rössl“ mit dem Theaterverein Moosdorf zur Aufführung brachte.

"Arsen und Spitzenhäubchen" entführt den Theaterbesucher in eine zugegeben etwas verrückte Welt, in der sich die beiden liebenswerten Schwestern Abby (Sandra Reindl) und Martha (Sonja Hochradl) gar nicht erklären können, warum Mortimer (Gunther Boennecken) wegen einer harmlosen Leiche aus der Fassung gerät – obwohl sich doch dank der Hilfe ihres Bruders Teddy (Willi Zachbauer) ohnedies alle Probleme rasch begraben lassen.

Mortimer versucht zwar nach Kräften, seine Tanten zu beschützen, doch das Schicksal nimmt durch das plötzliche Auftauchen seines lange verschollen geglaubten Bruders Jonathan (Dieter Bommer) und dessen Komplizen Dr. Einstein (Edi Söllhammer) eine überraschende Wendung… In weiteren Rollen stehen Bianca Huber, Gerlinde Zechner, Sigi Schreiner, Michael Webersberger, Georg Mayer, Franz Gruber und Walter Hoffmann auf der Bühne.

Produktion 2011 „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“

Plaktat 2011 „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“
Ausschnitt aus der erste Szene

Der Wirt 'z’Furkern' verwandelte sich ins berühmte „Weiße Rössl“ und statt am Seeleitensee lag Moosdorf für drei Wochen am Ufer des Wolfgangsees.

In seiner 30. Spielsaison hatte der Theaterverein Moosdorf 2011 eines der bekanntesten Lustspiele auf seinen Spielplan gesetzt und garantierte damit jede Menge Spaß und Kurzweil. Der durch Peter Alexander legendär gewordene Zahlkellner Leopold wurde in Moosdorf durch Dieter Bommer verkörpert, der sich von seiner Rösslwirtin Josepha, gespielt von Sandra Reindl, allerhand anhören muss, ehe letztlich die Liebe siegt.

Auch das „Weiße Rössl“ bekam hier durch die Laienschauspieler des Theatervereins seine ganz besondere Note. In der Rolle des „schönen Sigismund“ Arthur Sülzheimer brillierte Michael Webersberger mit bayerischem Dialekt, weshalb seine Heimatstadt auch kurzerhand von Berlin nach München verlegt wurde. Als „echten“ Berliner erkannte man hingegen sofort den Fabrikant Wilhelm Giesecke (Sigi Schreiner), der letztlich seine Tochter Ottilie (Bettina Schöfecker) in den Händen von Rechtsanwalt Dr. Siedler (Gunther Boennecken) wieder fand. Natürlich bekam auch das lispelnde Klärchen (Sandra Wimmer) am Ende ihren Schatz. In weiteren Rollen spielten Wolfgang Loiperdinger als Hausdiener Franz, Sonja Hochradl als Stubenmädchen Mirzl, Georg Mayer als Straßenmusikant Loidl, Gerlinde Zechner als Gieseckes Schwester Charlotte, Willi Zachbauer als Klärchens Vater Walter Hinzelmann, Johann Schnitzinger als Dr. Bernbach und Silvia Loiperdinger als dessen Frau Emmi.

Als Regisseurin für das Stück konnte man ganz im Sinne der engen Freundschaft zwischen dem Innviertel und Bayern die Burghausenerin Lisa Hanöffer gewinnen, die schon viele erfolgreiche Produktionen diesseits und jenseits der Salzach geleitet hat. Ihr machte die Arbeit in Moosdorf besonders viel Spaß: „Da steckt bei allen Schauspielern so viel Herzblut drinnen, jeder Probentag macht unheimlich viel Freude!“ Ihr zur Seite standen Gernot Leobacher für die Technik, Claudia Wolfersberger für die Maske und Willi Webersberger für die Bühne.

Kontakt

Obmann Wilhelm Webersberger jun.
Weichsee 8
5141 Moosdorf
Telefon: (0 77 48) 23 30 oder (06 64) 4 32 85 35

Weblinks

Quellen