Viertalalm

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Viertalalm (1 626 m ü. A.) ist eine Alm in den Pinzgauer Grasbergen im Gemeindegebiet von Uttendorf im Oberpinzgau.

Lage

Sie befindet sich südlich des Lamperbichlkogels und der darunter liegenden Vorhofalm auf der Sonnseite des Oberpinzgauer Salzachtales. Westlich der Viertalalm fließt der Manlitzbach zu Tal und im Osten der Uttendorfer Bach. Das Almgebiet ist auf drei Wegen zugänglich: von Uttendorf führen zwei Wege herauf, der dritte Weg führt vom Lampersbichlkogel herunter.

Prähistorischer Kupferbergbau

Das hallstattzeitliche Gräberfeld in Uttendorf im Pinzgau lässt durch die Grabbeigaben erkennen, dass die damaligen Bewohner über weitreichende Handelsverbindungen verfügten. Schon ab ca. 2 000 vor Christus hat man auch hier nach Kupfererz geschürft. Folgt man dem Manlitzbach, an dessen Einmündung in das Salzachtal das erwähnte Gräberfeld liegt, Richtung Quellgebiet, benötigt man ein bis zwei Stunden bis in das Gebiet der Viertalalm. Hier hat knapp über der Waldgrenze der prähistorische Kupferbergbau seine Spuren hinterlassen.


Zahlreiche Einsturztrichter, Pingen genannt, markieren die ehemalige Bergbautätigkeit. Unterhalb der verbrochenen Stollen sind die Sturzhalden noch heute im Gelände sichtbar. Hier hat man das taube Material deponiert. Die Pingen liegen nebeneinander aufgereiht und lassen so erkennen, dass es sich vermutlich um eine Lagerstätte submarinen Ursprunges handelt.

Knapp unterhalb der Viertalalm sind einige künstlich angelegte Terassen zu erkennen. Hier vermuten die Archäologen den Standort ehemaliger einfacher Behausungen damaliger Bergleute.

Von den Schmelzplätzen, die es im Umfeld zweifellos gegeben haben muss, fehlt bisher noch jede Spur. Man vermutet sie in tieferen Lagen unterhalb des Bergbaugeländes, wo ausreichend Brennmaterial gegeben war.


Der Hauptwohnsitz der Bergleute von der Viertalalm und ihrer Familien konnte auf dem Uttendorfer Steinerbichl lokalisiert werden, wo mit Fördermitteln der Gemeinde, des Landes, des Bundes und der EU das Keltendorf Steinerbichl Uttendorf nachgebaut wurde.

Quellen