Ämilian Sengmüller

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Ämilian Sengmüller OSB (* 1620 in Michaelbeuern; † 9. April 1696 ebenda) war Abt der Benediktinerabtei Michaelbeuern.

Leben

Ämilian Sengmüller war höchstwahrscheinlich der Sohn des Hofwirts, da sein Bruder Thomas in einem Schreiben aus dem Jahre 1644 als "Hofwirth zu Beuern" bezeichnet wird. Ämilian trat in die Abtei ein und war dort Ökonom, Abteipfarrer und Prior. Später war er auch Pfarrer in Seewalchen am Attersee.

Am 27. April 1676 wurde er zum Abt der Benediktinerabtei Michaelbeuern gewählt und am 26. Mai 1676 geweiht. In den 20 Jahren seiner Regentschaft hatte er mit vielen Mühen zu kämpfen. Durch mehrere schlechte Ernten an Wein und Getreide gab es geringe Einnahmen und es drohten Schulden. Durch die Türkenbelagerung 1683 wurde der Hof in Währing zerstört und die Weingärten verwüstet, jedoch konnten Erbschaften von verschiedenen Gönnern diese Ausgaben auffangen.

Am 12. April 1690 schloss Sengmüller einen Vertrag mit Meinrad Guggenbichler über die Bildhauerarbeiten am geplanten Hochaltar der Benediktiner-Abteikirche.

In seiner Zeit als Abt traten 20 Novizen in das Kloster ein, darunter auch sein Neffe Edmund, der als Komponist tätig war.

Quelle

  • Filz, Michael: Geschichte der Aebte dieses Stiftes, von Werigand dem Ersten chronologisch bestimmten, bis auf den Gegenwärtigen, Nicolaus III. (Geschichte des Salzburgischen Benedictinerstiftes Michaelbeuern Band 2). Salzburg, 1833
Zeitfolge