Meinrad Guggenbichler

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Pfarrkirche St.Michael in Mondsee ( Oberösterreich ). Wolfgangsaltar ( 1679-1681 ) - Altargemälde von C.P. List mit Darstellung des heiligen Wolfgang in Mondsee als Patron der Kranken - Detail: Möglicherweise das Portrait des Barockbildhauers Meinrad Guggenbichler.

(Johann) Meinrad Guggenbichler (* 17. April 1649 - Datum der Taufe - in Einsiedeln, Schweiz; † 10. Mai 1723 in Mondsee) war ein bedeutender Barockbildhauer.

Leben

Meinrad Guggenbichler war das vierte Kind des Baumeisters und Steinplastikers Georg Gugenbüel und seiner Frau Elisabeth Gwäschin. Er erlernte sein Handwerk vermutlich in Norditalien, bevor er 1670 im oberösterreichischen Raum tätig wurde. Ab 1675 arbeitete er eng mit Mathias Wichlhamer zusammen. In Straßwalchen schuf er sein erstes großes Altarwerk, ein Jahr zuvor war er auf Lebenszeit in die Dienste des Klosters Mondsee eingetreten. Hier arbeitete er in zahlreichen Fällen mit Thomas Schwanthaler zusammen. So stammen zwei Altäre in der Basilika Mondsee, sowie etliche Figuren an weiteren Altären von ihm.

Seit 1679 war er mit der Mondseer Bürgerstochter Katharina, geborene Aidtenpicher verheiratet, die ihm zumindest drei Söhne schenkte.

In Mondsee hatte Guggenbichler im Kreuzgang der Pfarrkirche Mondsee eine eigene Werkstatt. Zwar verhinderten Zunftregeln und wohl auch die Erzbischöfe[1], dass Guggenbichler regelmäßig Aufträge in Salzburger Kirchen bekam, die Stifte des Landes bedienten sich aber mit Vorliebe seiner Arbeit. So auch das Benediktinerabtei Michaelbeuern, dessen Barockaltar 1691 von Meinrad Guggenbichler und Michael Rottmayr geschaffen wurde. Weiters steht ein Altar von Guggenbichler in der Filialkirche zum hl. Johannes dem Täufer in Astätt in der Gemeinde Lochen am See.

Weitere Beispiele für Guggenbichlers ausschließlich aus Holz hergestellte Werke im Bundesland Salzburg finden sich in den Kirchen von Schleedorf, Faistenau oder Eugendorf. Seine Plastiken sind gekennzeichnet von einem Bewegungsreichtum und einer Empfindungstiefe, wie man sie bei seinen Zeitgenossen nicht findet, zu sehen unter anderem in der Nischenfigur "Schmerzensmann" in der Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal sowie eine solche in der Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus in Neumarkt am Wallersee.

Eine besonders enge Zusammenarbeit entwickelte sich auch mit dem Maler Johann Friedrich Beretti.

Nach dem Bildhauer ist die Guggenbichlerstraße im Salzburger Stadtteil Aigen benannt.

Werke von Guggenbichler

Bilder

 Meinrad Guggenbichler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblink

Quellen

  • Voithofer, Sepp: Straßwalchen. Geschichte unserer Heimat. Marktgemeinde Straßwalchen 1988.

Fußnoten

  1. Quellen berichten, dass Guggenbichler ein lediges Kind in Salzburg gehabt haben soll und der Erzbischof Guggenbichlers Auslieferung für die Bestrafung vom Abt von Mondsee verlangt hätte; der Abt jedoch widersetzte sich dieser Forderung; dies mag auch ein Grund gewesen sein, Quelle: Herbert Riesner, Historiker, Mondsee