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Ludwig Bieringer

Ludwig Bieringer

BR Ludwig Bieringer (* 25. November 1943 in Attnang-Puchheim, Oberösterreich) ist ehemaliger Bundesrat für die ÖVP und Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geboren 1943 als viertes von fünf Kindern in Attnang-Puchheim, wuchs Bieringer ab 1945 in Schörfling auf. Der Vater war Arbeiter in der Lenzing AG, die Mutter Hausfrau. Bieringer absolvierte eine kaufmännische Berufsschule und wurde am 2. Jänner 1963 Angehöriger des [Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres].

Bieringer rückte zum damaligen Artillerieregiment 3 in die Schwarzenbergkaserne ein, wo er als Wirtschaftsgehilfe begann. 1964 absolvierte er die Heeresunteroffiziersschule in Enns, wurde 1966 zum Wachtmeister befördert und übte die Funktion eines Wirtschaftsunteroffiziers aus. Mit 1977 wurde er Kochstellenleiter in der Schwarzenbergkaserne und 1978 zum Vizeleutnant befördert.

Politische Karriere

Bürgermeister

Zur Politik kam der gelernte Eisenhändler 1969: Damals begleitete er als Wahlkampfhelfer den oberösterreichischen Landeshauptmann Heinrich Gleißner (ÖVP). Seine politische Karriere begann Bieringer als ÖAAB-Personalvertreter beim Bundesheer. 1974 wurde Bieringer Gemeindevertreter in Wals-Siezenheim. 1979 wurde er Vizebürgermeister und am 30. Juni 1982 als damals 38-jähriger schließlich Bürgermeister, ein Amt, in dem er 2012 sein 30-jähriges Dienstjubiläum feierte. Sein damaliger erster Vizebürgermeister war ÖkR Georg Neumaier.

Am 15. Mai 2013 erklärte er im 31. Jahr nach seiner Wahl den Rücktritt als Bürgermeister. Ihm folgte am 22. Mai 2013 Vizebürgermeister Joachim Maislinger (ebenfalls ÖVP) nach.

Bundesrat

Das österreichische Parlament in Wien als Wirkungsstätte von Ludwig Bieringer als Bundesrat

Am 16. Mai 1984 zog er erstmals in den Bundesrat ein und abgesehen von knapp zwei Jahren, in denen er zwischen 1989 und 1991 Abgeordneter des Salzburger Landtags war, blieb er diesem bis zum Jahr 2009 erhalten. Die ÖVP ernannte ihn 1997 zum Obmann der Bundesratsfraktion.

Für insgesamt fünf Jahre bekleidete Bieringer in zwei Perioden das Amt des Ordners im Bundesrat, dreimal für jeweils ein halbes Jahr auch das Amt des Präsidenten, zuletzt von 1. Juli bis 31. Dezember 2002.

Am 21. April 2009 schied er aus dem Bundesrat aus.

Ämter

Neben seiner Tätigkeit als Bundesrat und Bürgermeister war Bieringer zwischen 1987 und 2005 Obmann des ÖAAB Salzburg und ist seit 1983 Präsident des Ringervereins AC Wals, seit 1991 Obmann des Wasserverbandes Salzburger Becken und seit 1992 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salzburger Abfallbeseitigung GesmbH & Co KG. Seit 2004 ist Bieringer Präsident des Österreichischen Kameradschaftsbundes.

Verdienst als Bürgermeister

2012 verdiente Bieringer € 6.611.-- plus zwei Pensionen (Bundesheer und Bundesrat)[1].

Bieringer und Wals-Siezenheim

Ludwig Bieringer wird gemeinhin als Ortskaiser und Macher bezeichnet. Unter der Führung Bieringers ist die Umlandgemeinde zu einer der reichsten Kommunen Österreichs und zum größten Dorf Österreichs (Bieringer) geworden. Er holte das EM-Stadion Wals-Siezenheim einfach über die Europastraße, als die Stadt mit ihrem Standort in Taxham nicht klar kam, er luchste der Stadt Salzburg auch das Casino ab, als das Schloss Kleßheim, zuerst als Ausweichquartier geplant, das Café Winkler am Mönchsberg beerbte und er baute rund um das Airportcenter in Himmelreich eine bunte Einkaufsstadt auf, wo 2009 anstatt des Airportcenters jetzt auch noch ein Factory Outlet Center eröffnet.

Zeitweise stand er Gewehr bei Fuß, um der Stadt auch noch ihr Spaßbad zu bauen und 2006 überlegte er laut den Bau einer Eisarena für den EC Red Bull Salzburg in unmittelbarer Stadionnähe.

Der hemdsärmelige Stil Bieringers bringt ihm bislang zwar immer wieder Kritik vom politischen Gegner, selten aber Kritik vom Wahlvolk ein.

Bieringer Dankinschrift im Airportcenter nahe dem Ludwig-Bieringer-Platz

Ehrungen

Ludwig Bieringer wurden in den letzten Jahren unter anderem folgende Ehrungen zu Teil:

Außerdem wurde in seiner Wahlheimat Wals-Siezenheim in Himmelreich ein Platz nach ihm benannt, der Ludwig-Bieringer-Platz.

Quellen

Fußnote

  1. Quelle Salzburger Fenster, 28. November 2012, Angabe brutto oder netto fehlt
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