Hermann Rainer

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Hermann Rainer

Hermann Rainer (* 13. Mai 1896 Saalbach; † 13. Oktober 1983 Salzburg) war Politiker der Salzburger ÖVP und kurzzeitig deren Obmann.

Leben

Von Beruf war er kaufmännischer Angestellter, darunter von 1929 bis 1938 der Salzburger Vereinskrankenkasse.

In der Zwischenkriegszeit engagierte er sich als Funktionär der Christlichen Gewerkschaftsbewegung, was ihm auch Funktionen der Salzburger Arbeiterkammer einbrachte. 1929 bis 1936 war er Obmann-Stellvertreter der Salzburger Landwirtschaftskrankenkasse, bis 1932 in St. Johann im Pongau und ab 1932 in Salzburg.

Daneben war er

Nach dem Anschluss von 1938 wurde er in das KZ Buchenwald verbracht, wo er ua. neun Monate Einzelhaft zu ertragen hatte. 1940 wurde er aus dem KZ entlassen und zur Tätigkeit bei einer Baufirma in Wien zwangsverpflichtet. Nach Kriegsende wurde er 1945 zum Direktor der Landwirtschaftskrankenkasse in Salzburg bestellt.

Überdies bekleidete er hohe Parteifunktionen und Staatsämter:

  • 1945 war er Landesparteiobmann, 1945/46 geschäftsführender Landesparteiobmann der ÖVP Salzburg, 1945 bis 1953 Landesobmann und 1958 bis 1961 stellvertretender Landesobmann des ÖAAB Salzburg;
  • von Dezember 1945 bis Anfang 1955 vertrat er die Salzburger ÖVP im Nationalrat;
  • 1954 bis 1959 war er Mitglied der Salzburger Landesregierung.

Als Landesobmann setzte sich Rainer für die Errichtung der bündischen Struktur der ÖVP – die Bünde konstituierten sich in Salzburg erst einige Zeit nach der Gründung der Volkspartei – ein.

Quellen