Abtenauer Becken

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Panoramabild Abtenauer Becken Westansicht

Das Abtenauer Becken ist eine Weitung im nordöstlichen Tennengau.

Geografie

Es ist Teil der Lammersenke und die nordwestliche Fortsetzung der Annabergsenke. Im Süden wird es von den Ausläufern des Tennengebirges begrenzt, im Südwesten durch die Berggruppe des Strubbergs und im Norden erheben sich die östlichen Ausläufer der Osterhorngruppe hinauf zur Postalm.

Seine nordwest-südöstliche Erstreckung beträgt etwa sieben Kilometer, seine nordsüdliche etwa 6,5 Kilometer.

Das hügelige Gebiet ermöglicht im Großteil des Beckens, sofern es nicht von Siedlungen der Marktgemeinde Abtenau bebaut wurde, die landwirtschaftliche Nutzung. Nur gelegentlich kommen Moore vor wie rund um den Eglsee und Haigermoos.

Geologie

Sein Untergrund besteht aus Werfener Schiefer und Haselgebirge der Hallstätter Decke.

Im Ortsteil Rigaus wird Gips abgebaut. An der Ostseite des Quechenbergs gab es einen Eisenerzbergbau. Dieser ist jedoch ebenso wie der Abbau der Sideritlager am Ostfuß der Pailwand eingestellt worden (Sideritabbau 1912).

Geschichte

Die Besiedelung des Abtenauer Beckens begann erst spät, da es bis ins Hochmittelalter ein geschlossenes Waldgebiet war. Erst nach der Waldschenkung der "insula Appanowa" durch Erzbischof Eberhard I. von Biburg im Jahr 1124 an das Stift St. Peter setzte die Besiedlung ein. Nicht zuletzt auch wegen der schwierigen Verkehrsverhältnisse zu jener Zeit, um dieses Becken überhaupt erreichen zu können. Es entstand ein Streusiedlungsgebiet. Echte Paarhöfe wie sonst im Salzachtal oder Pongau fehlen. Die Bauernhöfe bestehen jedoch zumeist aus zwei Gebäuden. Einheitshöfe waren im 19. Jahrhundert nach Bränden oder Neubauten entstanden.

Früher hatte das Abtenauer Becken auch eine große Bedeutung für die Pferdezucht. Alljährlich wurde ein Fohlenmarkt abgehalten.

Erhebungen

Gewässer

Quellen