Arsenbergwerk Rotgülden

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Arsenbergwerk Rotgülden ist ein stillgelegtes Bergwerk bei Rotgülden in der Gemeinde Muhr im Lungau.

Geschichte

Beginnend im 14. Jahrhundert wurde bis 1884 bei Rotgülden im oberen Murtal Arsenkies abgebaut. Das dabei entstandene Abraummaterial des Arsenkiesbergwerkes sowie Asche und Schlacke der Arsenikhütte stellen aber heute ein großes Problem für die Umwelt dar. Das geschätzte heutige Gesamtvolumen der Arsenikhalde beträgt bei einer durchschnittlichen Schütthöhe von sechs Metern und einer Fläche von 670 m² etwa 4.000 m³.

Das in der Arsenikhütte Rotgülden produzierte Arsenik wurde im nahe gelegenen Bergwerk gewonnenen. Nach der Zerkleinerung und einem Waschvorgang wurde das Erz bei Gluthitze geröstet. In den Fangkanälen der Rauchfänge ("Giftkammern") lagerte sich Arsentrioxid ab. Dieses wurde in geschlossenen Kesseln raffiniert, gemahlen und als weißes Arsenik verkauft. Die bei den einzelnen Produktionsvorgängen anfallenden Reststoffe (Abraummaterial, Schlacken, Aschen etc.) wurden dann auf einer Schlackenhalde unmittelbar am Rotgüldenbach gelagert. Ein Hochwasser 1902 des Rotgüldenbaches schwemmte etwa die Hälfte der ehemals deponierten Schlacken weg.

Schürfungen im 21. Jahrhundert

Die Bankenkrise in den USA und die damit verbundene Wirtschaftskrise Ende der 2000er-Jahre führten dazu, dass die ORD Ressources GmbH ihre Suche nach Gold im Arsenbergwerk Rotgülden eingestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2010 wurden die Schurfberechtigungen an eine neue Firma verkauft - Gold Mining Company. Diese wurde später umbenannt und heißt nun Noricum Gold AT GmbH, die seit Mitte Dezember 2010 an der Londoner Börse eingetragen ist. Die Geschäftsführung und ein Großteil der Aktionäre setzen sich aus australischen Geologen und Wirtschaftsfachleuten zusammen.

Aufgrund der guten Untersuchungsergebnissen aus dem Jahr 2007 hatte Univ.-Prof. Werner Paarmit neuen geophysikalischen Untersuchungen begonnen werden. Die Untersuchungsergebnisse 2007 versprachen viel versprechende Erzmengen und Metallgehalte von Gold, Silber und Kupfer. Erste Resultate ergaen sieben bis neun Gramm Gold je Tonne. Bei Probeschürfungen hatte Paar bereits pro Tonne Erz 20 Kilogramm Kupfer und 128 Gramm Gold gefunden. Das wäre laut Paar ein Goldgehalt, wie es selbst die reichsten Lagerstätten der Welt nicht besitzen.

Berechnungen haben ergeben, dass man beim Abbau für eine Unze Gold maximal 400 Euro aufwenden müsste. Im Vergleich: die Unze Gold kostete im Juni 2011 rund 1 500 bis 1 600 Dollar.

Im Juli erhielt dann die "Noricum Gold at" die Bergrechte und alle Schürfrechte erhalten. 2012 soll die Entscheidung fallen, ob ab 2015 geschürft werden wird oder nicht.

Für die Gewinnung sollen aber keine giftigen Substanzen wie Cyanide oder Quecksilber verwendet werden.

Quellen