Arsenkies

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Arsenkies wurde in früheren Jahrhunderten u.a. im Lungau bei Rotgülden abgebaut.

Vorkommen

Arsenkies findet sich in Gold-Silber-Kupferaureolen um die Zentralgranite in den Ostalpen. Im Land Salzburg im Bereich der Hohen Tauern, vor allem bei den Tauernfenster.

Von Schellgaden im Lungau längs des Nordrandes des Hochalmgranits zum Rathausberg und in die Siglitz bei Böckstein, weiter westlich in das Gebiet des Sonnblickgranits fortsetzend (Rauris, Goldzeche, Fleiß- und Zirknitztal), noch weiter über das Fuscher- und Untersulzbachtal in das Zillertal. Südlich vom Brenner im Pfitschtal, Ahrntal zum Großglockner (Gößnitztal) über Dellach und Fragant zum Liesertal.

Arsenik bei Rotgülden

Beginnend im 14. Jahrhundert wurde bis 1884 bei Rotgülden im oberen Murtal Arsenkies abgebaut. Das dabei entstandene Abraummaterial des Arsenkiesbergwerkes sowie Asche und Schlacke der Arsenikhütte stellen aber heute ein großes Problem für die Umwelt dar. Das geschätzte heutige Gesamtvolumen der Arsenikhalde beträgt bei einer durchschnittlichen Schütthöhe von sechs Metern und einer Fläche von 670 m² etwa 4.000 m³.

Das in der Arsenikhütte Rotgülden produzierte Arsenik wurde im nahe gelegenen Bergwerk gewonnenen. Nach der Zerkleinerung und einem Waschvorgang wurde das Erz bei Gluthitze geröstet. In den Fangkanälen der Rauchfänge ("Giftkammern") lagerte sich Arsentrioxid ab. Dieses wurde in geschlossenen Kesseln raffiniert, gemahlen und als weißes Arsenik verkauft. Die bei den einzelnen Produktionsvorgängen anfallenden Reststoffe (Abraummaterial, Schlacken, Aschen etc.) wurden dann auf einer Schlackenhalde unmittelbar am Rotgüldenbach gelagert. Ein Hochwasser 1902 des Rotgüldenbaches schwemmte etwa die Hälfte der ehemals deponierten Schlacken weg.

Quellen