Falke

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Darscholacke, Burgenland: Mit erbeutetem Ziesel abfliegender Turmfalke
Rotfußfalkenmännchen

Die Falken (Falco sp.), auch Echte Falken, sind eine Gattung aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae), die in Europa in zwölf Arten vorkommt und früher den Greifvögeln (Accipitriformes) zugeordnet wurde.

Allgemeines

Falken sind kleine bis mittelgroße Beutegreifer. Sie weisen an der Schneidekante des Oberschnabels eine Ausbuchtung auf, die als „Falkenzahn“ bezeichnet wird.

Sie sind hochspezialisierte Jäger, die mit ihren spitzen Flügeln zu rasantem Flug und zum „Rütteln“ befähigt sind. Rütteln ist eine Art des Spähens nach Beute in der Luft, bei der der Falke über längere Phasen ohne wahrnehmbare Horizontal- oder Vertikalbewegung förmlich in der Luft zu stehen scheint, während er mit seinen scharfen Augen nach Beutetieren Ausschau hält, um diese dann meist in der Luft zu schlagen.

Falken im Bundesland Salzburg

Im Bundesland Salzburg sind drei Falken-Arten als Brutvögel heimisch:

Darüber hinaus nützen

auf ihrem Vogelzug das Bundesland Salzburg als Rastplatz.

Die weitere in Europa vorkommenden Falkenarten sind Rötelfalke (Falco naumanni), Eleonorenfalke (Falco eleonorae), Schieferfalke (Falco concolor), Wüstenfalke (Falco pelegrinoides), Gerfalke (Falco rusticolus) und Lannerfalke (Falco biarmicus).

Während die Turmfalkenpopulation im Jahr 2012 auf 101 bis 1.000 Brutpaare geschätzt wurde und somit zur Zeit als nicht gefährdet gilt, ist die Anzahl der Baumfalkenbrutpaare sowie der Wanderfalkenbrutpaare auf 11 bis 100 jährlich geschrumpft. Diese beiden Falkenarten gelten daher hierzulande als potentiell gefährdet und es ist dazu festzustellen, dass für die Abnahme des Wanderfalken auch eine regionale Verantwortung besteht.

Dazu ist anzumerken, dass in unserem Kulturraum immer wieder dieselben Ursachen für die Gefährdung einer Art auftauchen:

  • die Intensivierung der Landwirtschaft mit allen damit verbundenen Maßnahmen wie die Flächenbereinigung, das Abkommen von unterteilenden kleinräumigen Strukturen wie Hecken und Zäune, die Anlage großflächiger Monokulturen sowie verstärkter Pestizideinsatz, um nur die wichtigsten zu nennen, und
  • die Trockenlegung von Feuchtgebieten.

Beide Maßnahmen haben negative Folgen für den Pflanzen- und Tierbestand, was sich wiederum verheerend auf die Nahrungskette auswirkt.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Quellen

Einzelnachweis