Ferleitenstraße

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Die Ferleitenstraße ist eine alte Bezeichnung der heutigen Großglockner Hochalpenstraße von Bruck an der Großglocknerstraße über das Ortszentrum von Fusch an der Großglocknerstraße bis Ferleiten. Nach ihrer Eröffnung durfte sich sich Kaiserin Elisabeth Straße nennen.

Einleitung

Dieser Artikel befasst sich mit dem Straßenabschnitt vom Dorfzentrum Fusch bis nach Ferleiten.

Geschichte

Bereits 1894 berichtete die Salzburger Chronik in ihrer Ausgabe vom 16. Februar von einer Debatte im Salzburger Landtag über die Ferleitenstraße. Dabei berichtete Landtagsabgeordneter Rudolf Spängler vom Straßenabschnitt Bruck - Fusch, der 1892 mit einer erheblichen Förderung [des Landes] erneuert worden war.

Ein weiterer Punkt war die Errichtung eben jenes Abschnittes der Ferleitenstraße von der Embachkapelle im Dorf Fusch bis Ferleiten. Doch dazu kam es erst Jahre später.[1]

Der Landtag bewilligte am 17. Oktober 1903 für die veranschlagten Baukosten von 100.000 Krone]n eine Subvention von 20.000 Kronen, zahlbar nach Maßgabe des gesicherten Baufortschritts in drei aufeinanderfolgenden Jahresraten von 6.000,--, 6.000,-- und 8.000,-- Kronen.[2]

Am 6. Juni 1904 wurde mit dem Bau der Straße begonnen. Sie zweigte bei der Embachkapelle beim Bärenwirt gegenüber des bisherigen Weges nach Ferleiten ab und führte am rechte Ufer der Fuschler Ache nach Süden.[3]

Am 19. September 1904 meldete die Salzburger Chronik[4], dass dem Bauarbeiter Franz Albrecht seine Frau entlaufen sei. Er war bis vor kurzem in St. Veit im Pongau als Arbeiter tätig, wo seine Frau Franziska, geborene Sandner, als Brotträgerin beim Bäckermeister Liedl arbeitete. Mit ihr war auch der Koffer samt Barschaft verschwunden. Nachforschungen des armen Mannes (Zitat Quelle) ergaben lediglich, dass in in der Nähe von Eschenau mit einem gelben Hund gesehen worden war. Getragen hatte sie ein schwarzes Kleid und solchen Hut, "ist mittelgroß, mit sauberer Natur, aber doch kein 'sauberes Weib' " (Zitat Quelle).

Über die Verkehrsübergabe der Straße am 16. Juli 1905 schrieb die Salzburger Chronik:

"Fusch, 27. Juli, (Ferleitenstraße). Wir hören, wie die Bahnhofsanlagen in Schwarzach-St. Veit feierlich kirchlich eingeweiht wurden. Schön über das! Das läßt sich hören und macht einen guten Eindruck. Aber daß die Ferleitenstraße, welche doch so sehr den Lawinen und Abrutschungen ausgesetzt ist, nicht eingeweiht wurde, das macht jetzt einen noch schlechteren Eindruck. Dafür war auch Fusch soviel wie nicht beteiligt; aus Gefälligkeit steckte man einige Fahnen aus; "anschießen" ließen sich die Veranstalter selbst. Schön und bequem ist sie ja, die neue Straße, das ist ja richtig; aber wenn man sieht, wie jetzt das Bärenwirtsgeschäft faßt ruiniert ist, tut es einem weh. Der Weg durch die Bärenschlucht ist aber jetzt noch mehr zu empfehlen, als früher, da er schattig und kürzer ist. "[5]

Dillinger's Reisezeitung berichtete in seine Ausgabe vom 15. September 1905, dass Kaiser Franz Joseph I. gestattet hatte, die Straße nach seiner verstorbenen Gattin Kaiserin Elisabeth zu nennen.[6]

Quellen

  1. Quelle ANNO, abgefragt am 12. August 2017
  2. Quelle ANNO, abgefragt am 12. August 2017
  3. Quelle ANNO, abgefragt am 12. August 2017
  4. siehe ANNO, abgefragt am 12. August 2017
  5. Quelle ANNO, abgefragt am 12. August 2017
  6. Quelle ANNO, abgefragt am 12. August 2017