Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

St. Veit im Pongau

Karte
Karte 5621.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau (JO)
Fläche: 56,84 km²
Geografische Koordinaten: 47°19'44" N
13°09'13" O
Höhe: 764 m ü. A.
Einwohner: 3 788 (1. Jänner 2018)
Postleitzahl: 5621
Vorwahl: 0 64 15
Gemeindekennziffer: 50420
Gemeindeamt: Markt 12
5621 St. Veit
Offizielle Website: www.gde-stveit.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Brugger (ÖVP)
Gemeindever-
tretung (2014):
21 Mitglieder:
12 ÖVP
6 SPÖ
3 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 315
1880 1 368
1890 1 343
1900 1 460
1910 1 663
1923 1 809
1934 1 821
1939 1 762
1951 1 870
1961 2 019
1971 2 332
1981 2 688
1991 3 021
2001 3 330
2011 3 471
2017 3 736
Pfarrkirche und Marktplatz in St. Veit im Pongau
Ortsansicht von St. Veit
Ausblick auf St. Veit
Volksschule
Mesnerhaus mit der Aufschrift 1776
Kriegerdenkmal

St. Veit im Pongau ist eine Marktgemeinde und ein Luftkurort im Pongau.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Marktgemeinde befindet sich etwa an jener Stelle im Salzachtal, an der die von Westen kommende Salzach ihren Lauf nach Norden ändert. Sie erstreckt sich von knapp unter 600 m ü. A. im Bereich der Salzach im Ortsteil Grafenhof bis auf eine Seehöhe von 1 817 m ü. A. (Hocheck) in die Grauwackenzone.

Berge im oder an der Grenze des Gemeindegebiets

Hochglocker (1 588 m ü. A.), Schneeberg (1 929 m ü. A.), Hochegg (1 817 m ü. A.), Gamskögerl (1 746 m ü. A.), Heukareck (2 099 m ü. A.), Sandkogel (2 249 m ü. A.), Höllwand (2 287 m ü. A.), Haßeck (2 119 m ü. A.), Luxkogel (1 824 m ü. A.);

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet erstreckt sich sowohl nördlich als auch südlich der Salzach. Das Zentrum der Marktgemeinde liegt nördlich oberhalb des Salzachtales auf einem Hügel südlich des Hochglockers (1 590 m ü. A.).

Ortsteile

Ortsteile sind St. Veit, Pichl, Stein, Oberlehen, Urpaß, Viellehen, Grafenhof, Niederuntersberg, Oberuntersberg und Klamm.

Nachbargemeinden

Im Westen grenzt die Gemeinde an die Stadt St. Johann im Pongau, im Südosten an die Marktgemeinde Großarl, im Südwesten an die Gemeinden Dorfgastein und Lend, im Westen an die Marktgemeinde Schwarzach im Pongau und Goldegg sowie im Norden an Mühlbach am Hochkönig.

Geologie

Klima

St. Veit ist einerseits einer der sonnenreichsten Orte von Salzburg, andererseits aufgrund seiner mittleren Höhenlage im sogenannten Reizklima, das eine der Voraussetzungen für die Anerkennung als Kurort ist.

Geschichte

Bereits in der frühen Bronzezeit bestand eine Siedlung am Klinglberg, wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der Salzach bis in die Nähe von Salzburg transportiert hat.

In der jüngeren Eisenzeit, zirka 450 bis 15 v. Chr., war St. Veit im Pongau von den Kelten besiedelt. Zwischen 800 und 1100 entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des Salzburger Erzbischofs Gebhard aus dem Jahre 1074 wurden der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit im Pongau war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen Pongaues und wurde 1244 an das Salzburger Domkapitel übertragen. Seit 1807 ist St. Veit im Pongau wieder eine selbständige Pfarre.

Im Spätmittelalter wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. 1284 erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde 1425 schriftlich festgelegt.

Der Pongau war das Zentrum der Salzburger Protestanten. Im Jahre 1731 mussten 3 100 evangelische Christen das Gebiet von Goldegg und St. Veit im Pongau verlassen.

Beim Marktbrand 1863 wurde der Großteil des Ortes ein Raub der Flammen.

Der ursprüngliche Gemeindename „St. Veit“ wurde im Jahr 1951 zu „St. Veit im Pongau“ erweitert.[1]

Am 21. Februar 1989 wurde St. Veit im Pongau zum ersten "Heilklimatischen Kurort" des Landes Salzburg ernannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Theatergruppe St. Veit

Bei der Verleihung des Ferdinand-Eberherr-Preises 2009, eines Theaterpreises der Salzburger Nachrichten, errang die Theatergruppe St. Veit im Pongau den dritten Platz für eine freie Bearbeitung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Daniela Gnoycke.

Museen

Seelackenmuseum

Hauptartikel: Seelackenmuseum

Das Seelackenmuseum befindet sich im Kurpark der Gemeinde St. Veit im Pongau und besteht derzeit aus dem Wallnerbauernhaus, der Seelackenmühle und dem Unterrainberg-Troadkasten.

Musik

  • Trachtenmusikkapelle
  • Kirchenchor

Bauwerke

Klosteranlage "Maria im Paradies"

Hauptartikel: Maria im Paradies

"Maria im Paradies" ist ein Kloster der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau.

Pfarrkirche

Hauptartikel: Pfarrkirche zum hl. Vitus in St. Veit

Die erste Kirche wurde im romanischen Stil in den Jahren zwischen 850 und 950 gebaut. Sie fiel dem großen Marktbrand im Jahre 1334 zum Opfer und wurde anschließend wieder neu errichtet. Die Kirche erhielt einen 42 Meter hohen Turm. In den folgenden Jahren wurden Vergrößerungen und Umbauten vorgenommen. Anstatt der ehemaligen einschiffigen Kirche entstand um 1400 eine vierschiffige, gotische Basilika, die dem hl. Vitus geweiht wurde. Der achteckige Taufstein stammt aus der Zeit um 1500 und ist aus rotem Marmor gefertigt. Sehenswert in der Kirche sind die ehemalige "alte Sakristei" sowie die aus dem 14. und 17. Jahrhundert stammenden Fresken.

Naturdenkmäler

Schaubergwerk Sunnpau

Hauptartikel: Schaubergwerk Sunnpau

Grabungen 1985 bis 1989 haben am Klinglberg bei St. Veit im Pongau eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1.850 v. Chr. nachgewiesen. Im Bergbaubetrieb, der um 1800 aufgelassen wurde, fand man das Grab eines zwischen 1 100 und 1 000 v. Chr. im Berg bestatteten Mannes mit Skelettteilen und Grabbeigaben. Dieses Grab wurde im Berg wieder nachgebaut, die Originalfundstücke sind im Seelackenmuseum zu sehen. Auch zwei graphitierte Schmelztiegel aus der "Großen Halle" (dem obersten Teil des Bergwerks) sind dort ausgestellt.

Naturschutzgebiet Paarseen - Schuhflicker - Heukareck

Hauptartikel Naturschutzgebiet Paarseen - Schuhflicker - Heukareck

Hier befinden sich besonders seltene Pflanzen und geschützte Tierarten.

Naturdenkmal „Sommerlinde beim Haidachgut“

Der Baum hat eine Höhe von 35 Metern, einen Stammumfang von 6,10 Metern und einen Kronendurchmesser von 20 Metern

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Hauptartikel Straßen und Plätze der Gemeinde St. Veit im Pongau

öffentliche Einrichtungen

Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsorganisationen

Bildung

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Marktgemeinde St. Veit im Pongau

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel Ehrenbürger der Gemeinde St. Veit im Pongau

Wappen

Die Gemeinde St. Veit im Pongau besitzt seit 1425 das Marktrecht und wurde seitdem auf den Landtafeln des Fürsterzbistums Salzburg geführt. Am 2. August 1930 wurde das Wappen der Marktgemeinde St. Veit durch die Salzburger Landesregierung wie folgt bestätigt:

Im roten Schilde die Darstellung des heiligen Veit, nämlich der unbekleidete Oberkörper eines jugendlichen Mannes mit zum Gebet gefalteten Händen und gold nimbiertem Haupte, der aus einem auf einem niedrigen, brennenden Scheiterhaufen ruhenden schwarzen Kessel hervorragt.

Gemeindepartnerschaften

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel Töchter und Söhne der Gemeinde St. Veit im Pongau
 Bilder von Personen aus St. Veit im Pongau – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Sonstiges

In St. Veit befindet sich eine der fünf Messstellen für den Polleninformationsdienst im Land Salzburg.

Bilder

 St. Veit im Pongau – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Weblinks

Fußnoten