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Embachkapelle

Embachkapelle, Fusch
Embachkapelle, Votivbild der Fuscher Jägerschaft auf der Eingangstür
Embachkapelle mit dem als Viehpatron geltenden hl. Leonhard von Limoges

Die Embachkapelle befindet sich am heutigen Beginn des alten Weges von Fusch an der Großglocknerstraße in das Ferleitental am Eingang zur Bärenschlucht im Gemeindegebiet von Fusch an der Großglocknerstraße.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Embachkapelle steht an der Stelle, an der sich der alte Alpweg ins Ferleitental und die Großglockner Hochalpenstraße gabeln. Es handelt sich dabei um jenen Weg, der vor der Erbauung eines Fahrweges im Jahr 1903 die einzige Verbindung in das Ferleitental und im Anschluss daran über den Rauriser Tauern, früher auch Fuscher Tauern genannt, bildete. 1903 wurde eine Fahrstraße errichtet, die bereits einigen Verkehr aufnehmen konnte, bis in den Jahren 1931 bis 1935 die Großglockner Hochalpenstraße errichtet wurde. Alpweg und Großglockner Hochalpenstraße treten bei der Embachkapelle in die Bärenschlucht ein und führen nun bis zum Ferleiten Tauernhaus parallel, aber die Straße an der orographisch rechten und der Alpweg an der linken Talseite, ins Ferleitental. Nicht weit von der Embachkapelle direkt am Alpweg liegend befindet sich der alte Embachhof, ein zur Gänze gemauertes Haus. Der Neubau liegt auf der gegenüberliegenden Talseite oberhalb der Großglocknerstraße.

Beschreibung

Die Embachkapelle ist eine einfache gemauerte Feldkapelle und trägt ein Holzkreuz auf dem First. Sie beinhaltet einen Hauptaltar mit einem Altarbild, auf dem der hl. Leonhard von Limoges, der als Viehpatron gilt, dargestellt ist. Eines seiner Attribute mit denen erüblicherweise dargestellt wird, ist eine Kette, die auf seine Gefangenenbefreiungen verweist. Sie wurde mit der Zeit falsch interpretiert und als Viehkette angesehen. Das Altarbild in der Embachkapelle zeigt den hl. Leonhard als Benediktinerabt mit Stab, Kette und einem Rind zu seinen Füßen, jedoch ohne Buch.

An der Außentür der Kapelle befindet sich ein gemaltes Votivbild, das dem Patron der Jäger, dem hl. Hubertus, gewidmet ist. Es wurde von der Fuscher Jägerschaft im Jahr 2000 zum Dank für den Schutz vor Lawinen angebracht.

Der hl. Leonhard als Viehpatron

Seit dem 13. Jahrhundert wird der heilige Leonhard fälschlicherweise als Benediktinerabt mit Buch, Stab, Kette, oftmals auch mit einem Pferd oder einem Ochsen dargestellt. Die Kette symbolisiert dabei die von ihm laut seiner etwas legendenmäßigen Biographie erwirkten Befreiungen von Gefangenen. Im Laufe der Zeit wurde dieses Attribut falsch interpretiert und als Viehkette angesehen, weswegen er zu seinem Patronat über das Vieh kam.

Quellen