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Franz I. Kaspar von Stadion

Franz Kaspar Stadion als Bischof 1.jpg

Franz Kaspar von Stadion (* 16. Jänner 1637; † 13. Februar 1704) war Fürstbischof des Bistums Lavant.

Leben und Wirken

Nach seinem Eintritt in den geistlichen Stand wurde er Domkapitular in den Bistümern Bamberg und Würzburg, später auch in Salzburg. Von 1663 bis zu seinem Amtsantritt als Bischof vertrat er die Hochstifte Würzburg, Worms und Speyer als Gesandter auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg. Von 1666 bis 1672 stand er ihm als Direktor vor. Die Jahre 1667/68 verbrachte er im Auftrag des Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn in Rom.

Vom Salzburger Fürsterzbischof Max Gandolf von Kuenburg wurde er am 21. Oktober 1673 zum Bischof von Lavant ernannt. Die päpstliche Bestätigung erfolgte am 31. März 1674.

Bischof Stadion berichtete über seine Arbeit in der neuen Diözese:

Bei dem Antritte des Bisthumes war es meine vorzüglichste Sorge, wie ich dasselbe im Spirituale und im Temporale nicht nur aufrecht erhalten, sondern auch emporheben könnte. Den Bischofshof, welcher sehr schadhaft war, habe ich ausgebessert und die inneren Abtheilungen in demselben zum Theile erneuert und in bessere Form gebracht. In demselben bestehet eine fürstbischöfliche Capelle, dem heil. Rupert geweiht; dieser drohete der Einsturz, dem ich auf meine Kosten zuvorgekommen bin, indem ich dieselbe ausbessern und mit einer Schutzmauer versehen ließ.

1679 erwarb Stadion Schloss Thürn für seine Diözese. Am Bischofssitz St. Andrä ließ sein Vorgänger Albert von Priamis 1647 eine Loreto-Kapelle errichten, die bald viele Wallfahrer anzog. Stadion ließ an ihrer Stelle eine Barockkirche erbauen. Sie entstand zwischen 1683 und 1687. In ihr wurde Bischof Stadion 1719 nachträglich beigesetzt und erhielt dort ein Grabdenkmal. Ursprünglich wurde er in der Domkirche begraben. Die Überführungskosten trug der Bruder Johann Philipp.

Quelle

Zeitfolge