Helga Weger

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Helga Weger

Helga Weger (* 1956 in Trimmelkam, Oberösterreich) ist ehemalige Managerin des Hapimag-Ferienresorts in St. Michael im Lungau.

Vorgestellt

Nach einem Vierteljahrhundert Dauereinsatz für das Hapimag-Ferienresort in St. Michael nimmt die "Frau Wirtin" Abschied. Helga Weger und ihr Mann Hans waren als Verwalterehepaar schon in der "Geburtsstunde" am 1. Februar 1986 dabei.

Helga Weger ist im Lungau und bei ihren Gästen aus aller Welt für ihre Herzlichkeit bekannt. Nun geht sie selbst auf Reisen: nach England und ab April 2011 ganz allein auf den Jakobsweg. "Das war schon immer mein Wunsch und mein Traum. Es ist Zeit, loszulassen, damit ich mich selbst wieder spüre. Nach 25 Jahren kennt man jeden Ziegel im Haus. Ich weiß, dass ich etwas anderes machen muss. Mich gibt es ganz oder gar nicht. Ich bin nicht lauwarm."

Die Verantwortung für einen 500-Betten-Betrieb und 86 Mitarbeiter lastete auf Helga Wegers Schultern. "Ich glaube, ich bin zu sozial." Die Beziehung zu den Menschen war ihr immer schon viel lieber als Buchhaltung. Als das Ehepaar vor drei Jahrzehnten in den Lungau kam, wusste es: "Da bleiben wir." Nach sechs Jahren, in denen sie in Mariapfarr das "Berghotel" für Langläufer führten ("Drei Winter hatten wir keinen Schnee") machten die beiden unter 127 Bewerbungen das Rennen bei der Hapimag. Der Anfang war mühsam. Um etwas in die Schweizer Zentrale zu faxen, "mussten wir nach Oberweißburg zu Samson Druck. Im Lungau gab es nur dieses eine Telefaxgerät." Ihr Mann habe schon damals am Computer gearbeitet. "St. Michael war das erste Resort, in dem die handschriftlichen Rechnungen ersetzt wurden."

Nichts geändert hat sich an der familiären Atmosphäre. Der größte Teil sind Stammgäste aus Deutschland. "Ich liebe die Deutschen", sagt Helga Weger. Nicht nur die Deutschen. "Die Kinder von früher kommen heute mit ihren Kindern. Es macht mich glücklich, wenn etwas nachhaltig ist. Wir haben sehr viele Familientreffen mit Gästen von Chicago bis Norddeutschland."

In Bereitschaft war die Managerin immer − zwischen der Rezeption und dem Kinderzimmer. Zehn Jahre hat sie auch im Haus gewohnt. "Es war so, als hätte ich auf einen Bauernhof eingeheiratet", sagt die Tochter eines Innviertler Bergarbeiters und Wirts.

Quelle