Herbert Dorn

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MR Dr. Herbert Dorn (* 9. Februar 1921 in Salzburg; † 17. März 2012) war praktischer Arzt (Arzt für Allgemeinmedizin) mit kunsthistorischen Interessen.

Leben

Ausbildung und Beruf

Herbert Dorn besuchte das Gymnasium in Kufstein (Tirol). Anschließend absolvierte er das Medizinstudium an den Universitäten Wien und Innsbruck (30. Juli 1945 Dr. med. univ.).

Im Zweiten Weltkrieg diente er an der Eismeerfront bei der 2. Gebirgsdivision in verschiedenen Lazaretten als Feldunterarzt.

Nachdem er an verschiedenen Abteilungen der Salzburger Landeskrankenanstalten eine umfangreiche Ausbildung erhalten hatte, eröffnete Dr. Dorn am 15. Dezember 1948 in der Stadt Salzburg seine Praxis. Vier Jahrzehnte lang, bis zum 31. März 1989, übte er seine ärztliche Tätigkeit aus.

Seit 1965 war Dr. Dorn Heeresvertragsarzt des Bundesministeriums für Landesverteidigung.

Im Jahr 1966 wurde Dr. Dorn in die Vollversammlung und in den Kammervorstand der Ärztekammer für Salzburg als Vertreter der praktischen Ärzte gewählt. In weiterer Folge wurde er zum Betriebsärztereferent und zum Mitglied des Verwaltungsausschusses der Ärztekammer bestellt. Außerden wurde er zum ordentlichen Mitglied des Landessanitätsrates berufen.

Am 26. Mai 1976 wurde ihm der Berufstitel „Medizinalrat“ verliehen. Außerdem wurde er mit dem Stadtsiegel in Silber ausgezeichnet.

Familie

Als er im 92. Lebensjahr eines sanften Todes starb, hinterließ Dr. Herbert Dorn seine Frau und zwei Kinder.

Kunstgeschichte

Dr. Dorn war es, der mehrere der den Wallfahrtsweg nach Maria Plain (der an seiner Ordination vorbeiführte[1]) säumenden Geheimnissäulen restaurieren ließ und damit vor dem endgültigen Verfall bewahrte.[2]

Somit kann ihm von den folgenden Werken das erste mit Gewissheit und wohl das zweite mit Plausibilität zugeschrieben werden:

  • Dorn, Herbert: Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain. Eine Dokumentation über die Aktion zur Rettung der Bildsäulen, Eigenverlag, Salzburg 1990 (Broschüre ohne ISBN)
  • Dorn, Herbert: Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen. In: Spurensuche in Salzburg. Verschwundene Bauwerke und vergessene Kunstschätze aus acht Jahrhunderten, hg. vom Salzburger Museum Carolino-Augusteum, Salzburg 1996, ISBN 3-901014-49-7

Quellen und Anmerkungen

  1. Eigene Kenntnis des Artikel(erst)verfassers (eines ehemaligen Patienten).
  2. Wikipedia-Artikel Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain unter Berufung auf Dorn, 1990; www.kirchen-fuehrer.info: Wallfahrtsbasilika Maria Plain bei Salzburg.