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Junger Braunbrustigel

Igel sind Säugetiere, die auch im Land Salzburg verbreitet vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

Arten

Die Igel (Erinaceidae) bilden eine Familie, aus der in Europa zwei Kleinohrigel (Erinaceus), nämlich der Braunbrust- oder Westigel (Erinaceus europaeus) und der Nördliche Weißbrust- oder Ostigel (Erinaceus roumanicus), vorkommen. In einem vom westlichen Polen über Österreich bis zur norditalienischen Adriaküste verlaufenden, ungefähr 200 Kilometer breiten Bereich überlappen sich die Verbreitungsgebiete beider Arten.

In der traditionellen, aber strittigen zoologischen Systematik werden die Igel zusammen mit den Spitzmäusen und den Maulwürfen zur Ordnung der Insektenfresser gerechnet.

Allgemeines

Im Frühherbst hört man immer wieder schmatzende Geräusche im Garten oder in Hecken. Es sind die Jungigel, jetzt zwischen vier und sechs Wochen alt, die ihre Nester verlassen haben und sich nun für den Winterschlaf einen Fettgürtel anfressen. Pro Tag muss ein Jungigel etwa zehn Gramm zunehmen, will er den Winter gut überstehen.

Als nachtaktives Tier geht er auf Jagd nach InsektenKäfer, Raupen und Regenwürmer zählen zu seinen Hauptspeisen. Aber auch Spinnen vertilgt der kleine Kerl, ebenso wie Schnecken, was ihn zum Liebling der Gartenbesitzer macht.

Lebensraum

Diese Stacheltiere lieben Gebiete, in denen Nistmöglichkeiten und Nahrungsangebot in kleinen Einheiten nebeneinander liegen. Daher zählen Parks mit vielen Büschen und Hecken zu bevorzugten Lebensräumen. Niedrige Bodendeckerpflanzen und große Laubhaufen sind ebenfalls bei Igeln bevorzugte Wohnräume. Daher sollte man vor allem im Herbst nicht alle Laubhaufen in Gärten beseitigen. Diese sind voll mit Nahrungsinsekten für ihn und auch wichtiges Nestmaterial. Der Rasen sollte sommers nicht überall gemäht werden, weil hochstehender Rasen tagsüber Unterschlupfmöglichkeiten für den Igel bietet.

Worauf man achten sollte

Vorsicht Falle!

Gibt es in Gärten Löcher, wie eben verlaufende Übergänge zu Swimmingpools, nicht abgedeckte Lichtschächte oder Gruben, sollten diese entweder mit Brettern abgedeckt oder mit "Aufstiegshilfen" ausgestattet sein (ebenfalls Bretter). Fällt ein kleiner Kern hinein, soll er auch wieder herauskommen. Im Schwimmbecken rettet ein Holzbrett dem Igel das Leben!

Keine Milch! Todesgefahr!

Milch ist wegen der Laktose für Igel gefährlich, führt zu Durchfall bis hin zum Tod. Auch bei Obst und Gemüse ist Vorsicht geboten. Im Herbst braucht ein Igel Eiweiß und Fett, Katzenfutter mit Haferflocken angereichert schmecken Igeln ebenfalls sehr gut. Rührei mit Haferflocken verschmähen sie auch nicht.

Füttern sollte man nur einmal pro Tag, vorzugsweise abends, und am nächsten Tag soll man Reste entsorgen und den Napf gut waschen.

Junge Igel

Die Hälfte der Igelkinder kommt im August zur Welt. Meist sind es fünf Geschwister, alle blind und taub, aber mit hundert Stacheln ausgerüstet. Mit etwa 25 Tagen verlassen sie erstmals ihr Nest und sind dann Waisenkinder. Es beginnt die Selbständigkeit als Einzelgänger. Nur mutterlose Säuglinge oder verletzte Tiere haben ohne menschliche Hilfe wenige Überlebenschancen. Rotlicht schützt Igel vor Kälte.

Quelle