Inzell

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Inzell
Karte
Zentrumsansicht von Inzell
Innenpanorama der Pfarrkirche Inzell
Max Aicher Arena
Schautafel: erste bayerische Soleleitung Reichenhall-Inzell

Inzell ist eine Gemeinde in Oberbayern im Landkreis Traunstein mit 4 800 Einwohnern (2018).

Geschichte

Die Geschichte von Inzell ist stark mit jener vom Erzbistum Salzburg verknüpft.

859 erhielt Salzburg lehensweise von der Grafschaft Grabenstätt im Chiemgau ein Forst- und Jagdgebiet an der Traun, das zwischen Teisenberg und Hochstaufen lag. Am 8. April 1048 verlieh Kaiser Heinrich III. per Urkunde dieses Gebiet an den Salzburger Erzbischof Baldwin. Nach Gründung des Augustiner Chorherrenstift St. Zeno bei Reichenhall übergab Erzbischof Konrad I. von Abenberg am 20. September 1177dem hl. Zeno und seinen Klosterbrüdern das Gut und den Wald Inzella“.

Die Bewohner von Inzell lebten seit Jahrhunderten unter anderem auch von Erträgen aus den Salz- und Holztransporten. Für das kurfürstliche Salzamt in Reichenhall wurden Kueff- und Scheibenholz angefertigt. Mit dem Bergbau begann man Anfang des 16. Jahrhunderts, als von salzburgischen Knappen auf der Nordseite des Hochstaufens Galmei-Anbrüche (Zinkerz) entdeckt wurde. Damals war die Grenze zwischen Salzburg und Traunstein noch nicht genau festgelegt und so vertrieben 1585 die Traunsteiner mit Waffengewalt die Salzburger Arbeiter. Doch noch im selben Jahr verlieh Herzog Wilhelm V. das Bergwerk am Staufen mit “allen Grubengerechtigkeiten” dem Kastner zu Reichenhall und Adam Reuter in der Inz’l.

1617 bis 1619 erbaute der herzogliche Hofbaumeister Simon Reifenstuel eine Leitung, in der die Sole von Reichenhall über Inzell nach Traunstein gepumpt wurde. Dieses technische Meisterwerk galt im 17. Jahrhundert als Weltwunder. Eine Herausforderung an die damalige Ingenieurstechnik war die Überwindung der 238 Höhenmeter zwischen Reichenhall und Inzell. Die Baumeister Simon und Hans Reiffenstuel konstruierten Hebewerke mit sieben Meter hohen Wasserrädern und nutzten als Antriebskraft die Gebirgsbäche der Gegend. Auf der 31 km langen Strecke bis Traunstein wurden 8 500 Rohre aus Holz (so genannte „Deicheln“) von je vier Metern Länge verlegt. Für die Steigleitung von den Pumpwerken zu den Hochbehältern benutzte man Bleiröhren.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Arbeiten im Bergwerk eingestellt, weil die Erzlager erschöpft waren.

Pfarrkirche St. Michael Inzell

Die Pfarrkirche St. Michael Inzell wurde vom Augustiner Chorherrenstift St. Zeno erbaut. Der Probst dieses Klosters erbaute die erste romanische St.-Michaels-Kirche. Die Form dieser Urkirche kann man auf einem Grabstein, der im südlichen Seiteneingang der Pfarrkirche aufgestellt ist, sehr schön erkennen. Der Salzburger Erzbischof [[Adalbert III. von Böhmen ] weihte 1190 diese Kirche. Am 16. September 1724 zerstörte ein verheerender Brand auch die Pfarrkiche zum Teil. Der Turm konnte gerettet werden und von 1725 bis 1727 wurde die heutige Kirche zusammen mit der zweistöckigen Sakristei neu erbaut. Die Pläne für die Kirche zeichnete vermutlich der Salzburger Hofmaurermeister Tobias Kendler.

Sport

Inzell ist das Zentrum des Bahnsports im Winter, Eisspeedway und Eislaufen (u. a. Eisschnelllauf-Wettbewerbe) haben im Eisstadion Inzell Tradition. Anfang 2011 wurde das nun überdachte Eisstadion als Max-Aicher-Arena neu eröffnet, die mit einer Größe von 90 m x 200 m ein Fassungsvermögen von 10 000 Besuchern hat.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Bilder

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 Pfarrkirche St. Michael Inzell – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Weblink