Johann von Goëss

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Kardinal Johann Freiherr von Goëss (* 10. Februar 1612 in Brüssel; † 19. Oktober 1696 in Rom) war als Johann VIII. Bischof von Gurk und Kardinal.

Leben

Seine Familie kam aus den Niederlanden. Er studierte in Löwen, schlug zunächst die militärische Laufbahn ein und wurde später Diplomat. Kaiser Ferdinand III. ernannte ihn 1639 zum Reichshofrat und er wurde mit wichtigen diplomatischen Sendungen betraut. Als die Türken 1663 zu einem neuen Kriegszug rüsteten, wurde er vom Kaiser mit den Verhandlungen beauftragt, die jedoch scheiterten. Auf der Rückreise nach Wien entging er nur knapp einem Mordanschlag, was in ihm den Entschluss erweckt haben soll, die geistliche Laufbahn zu ergreifen.

Am 30. Oktober 1675 bestimmte ihn Kaiser Leopold I. zum Bischof von Gurk. Bisher hatte er noch keine Weihen empfangen und so bereitete er sich auf das Priesteramt vor. Am 13. Dezember 1675 feierte er in Wien seine Primiz. 1676 wurde er in Wien zum Bischof geweiht. Streitigkeiten mit seinem Domkapitel konnten 1683 durch einen Ausgleich bereinigt werden. Als Vertreter des Wiener Hofes reiste der Bischof mehrmals nach Rom. Am 2. September 1686 wurde er von Papst Innozenz XI. zum Kardinal erhoben.

Goëss entfaltete auch eine ausgedehnte Bautätigkeit und baute Schloss Straßburg zu einem barocken Fürstensitz aus. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Kardinal in Rom, wo er auch starb und beigesetzt wurde. Sein Herz wurde in der Straßburger St. Nikolaikirche überführt.

Quelle


Zeitfolge