Kapelle des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern

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Blick in die Kapelle.
Turm der Kapelle.

Die Kapelle des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern ist eine Kapelle in Mülln in der Stadt Salzburg, die zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt zählt.

Geschichte

Die Kapelle befindet sich im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern im Gebäudekomplex Salzachgässchen 3. Die Kapelle wurde erstmals 1863 errichtet. Aufgrund des raschen Anwachsens der Gemeinschaft musste sie 18841885 einem großen neugotischen Bau weichen. 1889 erhielt die Kapelle ein Türmchen mit drei Glocken. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle 19581960 nach den Plänen der Architektin Ingeborg Kromp-Schmidt grundlegend verändert. Die Stirnwand beherrscht eine überlebensgroße Statue der „virgo potens“ (Maria als die mächtige Jungfrau) aus römischem Travertin des Innsbrucker Bildhauers Josef Staud. Im Kirchenschiff befinden sich Glasfenster mit Darstellung der 14 Kreuzwegstationen von Max Spielmann.

Ausstattung

Anton Koppenwallner I. fertigte eine Monstranz für die Kapelle. Die Salzburger Chronik schrieb darüber in ihrer Ausgabe vom 18. Mai 1887:[1]

Eine schöne Monstranz, in Herrn Mittermüller's Buchhandlung ausgestellt, ladet den Vorübergehenden zum Beschauen ein. Es ist diese Monstranz eine Arbeit unseres inländischen Gürtlers Anton Koppenwallner (vormals Rockenstein, Linzergasse Nr. 381 und wird nicht verfehlen, den Meister für ähnliche Arbeiten zu empfehlen; denn wahrlich, das Werk lobt seinen Meister und wird eine herrliche Zierde sein für die erweiterte oder, besser gesagt, neu erbaute Kirche des Mutterhauses der Ehrw. barmherzigen Schwestern, für welche sie bestimmt ist. Der gegebenen Ausdehnung des Tabernakels zufolge mußte statt der eigentlichen Thurmform die Kreuzform gewählt werden, welche in Gestalt eines Vierpasses gegeben ist. Die Lunula, so konstruirt, daß das Hineingehen der hlst. Hostie ebenso leicht als geziemend geschehen kann, ist mit zwölf Edelsteinen und einem Rubin belegt, an das hl. Abendmahl erinnernd. Daran reiht sich ein zierlich und mühsam gearbeiteter Rebenkranz mit Trauben aus echten Perlen. Eine segnende Hand, als Symbol der ersten göttlichen Person, und drei betende Cherubim füllen die Felder des Vierpasses. darüber die Taube als Symbol des hl. Geistes. Die Giebel und der Baldachin heben sich schön ab, der Strahlenkranz wirkt kräftig. Vom Fuße bis zur letzten Kreuzblume ist die Ausführung des Einzelnen überaus sorgfältig, und man sieht, wie wert eine meisterhaft durchgeführte Handarbeit das Fabrikserzeugniß übertrifft.

Quelle

Einzelnachweis

  1. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 18. Mai 1887, Seite 3


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