Kleines Mosermandl

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Großes und Kleines Mosermandl

Das Kleine Mosermandl ist ein Berg an der Grenze vom Pongau zum Lungau und gehört zu den Radstädter Tauern.

Allgemeines

Der 2 538 m ü. A. hohe Berg bildet gemeinsam mit dem Faulkogel, dem Windischkopf und dem Großen Mosermandl die nördliche Begrenzung des Riedingtals im nordwestlichen Lungau. Der Berg ist ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren. Er befindet sich nur weniger Meter von der Pongauer Grenze im Gemeindegebiet von Zederhaus.

Erreichbarkeit

Das Kleine Mosermandl ist sowohl vom Lungau - aus dem westlich von Zederhaus abzweigenden Riedingtal - als auch vom Pongau, und hier zum Beispiel vom Nordportal des Tauerntunnel (Tauernautobahn)s aus, erreichbar. Markierte Wanderwege führen in aller Regel zum Großen Mosermandl.

Skitouren

Im Winter besticht das Kleine Mosermandl vor allem durch die Vielzahl von Varianten. Der Anstieg beginnt am Südportal des Tauerntunnels im Ortsteil Wald. Von hier geht es zuerst gemütlich ins Große Kesseltal bis zur Muhreralm. Hier dreht sich die Route nach Nordwesten, vorbei an der Kößlerhiasalm in das weite Urbankar hinein. Nun entweder durch die steile Rinne nördlich des deutlich sichtbaren Vorgipfels auf das Plateau des Gasthofkares oder nach Norden in die Schliererscharte (2 212 m ü. A.) und in weitem, von West nach Süd drehendem, Bogen über das Gasthofkar auf das Kleine Mosermandl. Bei der Variante Schliererscharte bietet sich die Schliererspitze (2 402 m ü. A.) zum Mitnehmen an; übrigens auch eine eigene, empfehlenswerte Firntour.

Die Abfahrten folgen den Anstiegen. Wer es aber etwas spannender will kann bei sicheren Firnbedingungen und entsprechendem Fahrkönnen auch die Steilabfahrt nach Süden in das Jakoberkar wagen: Vom Gipfel des Kleinen nach Westen in die Scharte vor dem Großen Mosermandls, nun steil nach Südosten (Vorsicht: direkt nach Süden Abbrüche!) bis etwa unter den Gipfel und weiter in das herrliche Kar zur Jakoberalm. Von hier dann gemütlich zur Riedingtalstraße und auf dieser zurück zum Pkw in Wald. Durch die Südlage dieser Abfahrt empfiehlt es sich, nicht zu spät in die vor allem im oberen Drittel sehr steilen Hänge einzufahren.

Ereignis

Dass das Gebiet aber durchaus mit aller Vorsicht zu befahren ist bewahrheitet sich wieder einmal am 28. Dezember 2010: ein 55-Jähriger Oberösterreicher aus dem Bezirk Grieskirchen stirbt im Krankenhaus Schwarzach, nachdem er − von einer Lawine unter dem Kleinen Mosermandl verschüttet − reanimiert ins Spital eingeliefert wurde; der Tourengeher und seine Begleiter, die unverletzt sich selbst aus der Lawine befreien konnten, waren mit Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinensonde und Schaufel ausgerüstet.

Quellen

Weblinks