Michael Schmolke

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Univ.-Prof. Dr. Michael Schmolke (* 13. Februar 1934 in Gleiwitz, Oberschlesien) ist emeritierter Vorstand des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg und Mitglied der René-Marcic-Preis Jury.

Schmolke und Salzburg

Schmolke kam 1973 als Nachfolger des verstorbenen Günter Kieslich an das damalige Institut für Publizistik- und Kommunikationstheorie. Unter seiner Führung entwickelte sich das Institut zu einem der profiliertesten im deutschen Sprachraum. Von einstmals 300 Studierenden wuchs es bis auf 1.600 an.

Schmolkes Interesse war breitgefächert, er publizierte zu zahlreichen Themen, solide Quellenarbeit und Reflexionstiefe zeichneten seine Beiträge aus. Großen Anteil an seiner Forschungsarbeit nahmen Arbeiten zur Salzburger Mediengeschichte ein, über 300 Studenten promovierten unter seinen Fittichen unter anderem zu lokalen Themen.

Im Sommersemester 2002 verabschiedete sich Schmolke nicht wie andere Professoren mit einer Rede von der Universität, sondern mit einer Vorlesungsreihe. Er gab an, Professoren seien für Studenten da, denen habe er eine echte Abschiedsvorlesung bieten wollen, eben eine, die ein Semester lang dauert und "frisch gemacht ist".

Der über die Grenzen Österreichs hinaus angesehene Publizist erhielt für seine besonderen publizistischen Leistungen vom Land Salzburg den René-Marcic-Preis 2003 überreicht.

Im September 2007 veröffentlichte Schmolke, inzwischen selbst Jury Mitglied des René-Marcic-Preises, den Zwischenbericht einer Untersuchung der den Journalisten René Marcic vom Verdacht der Sympathie mit dem Nationalsozialistischen Regime freispricht.

Werke

Eine Auswahl der Bücher von Michael Schmolke:

  • Adolph Kolping als Publizist (= Dialog der Gesellschaft 3). Münster: Regensberg 1966.
  • Walter Hagemann, Grundzüge der Publizistik. 2. erg. Auflage (= Dialog der Gesellschaft 1) (Bearbeitung). Münster: Regensberg 1966 (gemeinsam mit Henk Prakke und Winfried B. Lerg).
  • Massenpresse und Volkszeitung. Assen: Van Gorcum 1966 (gemeinsam mit Winfried B. Lerg).
  • Kommunikation der Gesellschaft (= Dialog der Gesellschaft 2). Münster: Regensberg 1968 (gemeinsam mit Henk Prakke, Franz Dröge und Winfried B. Lerg).
  • Macht oder Ohnmacht der Massenmedien (= Lehrbrief der Bildungstage 1968 der deutschen Kolpingsfamilie 2). Münster: Kolping-Diözesanverband (nach 1968).
  • Publizisten zwischen Intuition und Gewißheit. Assen: Van Gorcum 1970 (gemeinsam mit Franz Dröge und Winfried B. Lerg).
  • Die schlechte Presse. Katholiken und Publizistik zwischen "Katholik" und "Publik" 1821–1968. Münster: Regensberg 1971.
  • Pressefreiheit – ein Ärgernis? (= Freiheit und Ordnung 76). Mannheim: Pesch-Haus Verlag 1971.
  • Der Verleger zwischen Tradition und Innovation (= Salzburger Universitätsreden 62). Salzburg: Pustet 1976.
  • Katholische Publizistik in den Niederlanden (= Communicatio Socialis, Beiheft 6). Wien, Paderborn: Schöningh 1977 (gemeinsam mit Joan Hemels).
  • Medien-ABC. Wien: Club M 1978 (gemeinsam mit Josef Bruckmoser und Heinz Pürer).
  • Die Neuen Medien sind keine neue Medien. Anmerkungen und Anregungen zu Kabelkommunikation und Kirchenpresse (= Reden zur Zeit 60). Würzburg: Verlag Johann Wilhelm Naumann 1981.
  • Wegbereiter der Publizistik in Österreich. Autoren mit ihren Arbeiten von Joseph Alexander von Helfert bis Wilhelm Bauer. 1848–1938. Wien, St. Johann im Pongau: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 1992.
  • Aufklärung und Aberwissen. Ausgewählte Beiträge zur Publizistik, (hgg. von Walter Hömberg et al.). München: Verlag Reinhard Fischer 1999.
  • Der Generalintendant. Gerd Bachers Reden, Vorträge, Stellungnahmen aus den Jahren 1967 bis 1994. Ein Auswahl. Wien: Böhlau 2000 (gemeinsam mit Sandra Ebner und Thomas Steinmaurer).

Weitere bibliografische Informationen finden sich in der Offiziellen Bibliografie

Quellen

  • Land Salzburg [1]
  • Salzburger Nachrichten
  • OTS [2]