Missionshaus Maria Sorg der St. Petrus Claver Sodalität

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Das Missionshaus Maria Sorg.
Karte
Blick auf die Gebäude des Missionshauses Maria Sorg im Herbst 2020.
Ein Nebengebäude und die ehemalige Mühle an der Fischach.
Ein Nebengebäude an der Maria-Sorg-Straße im Westen des Missionshauses.
Detail am Kirchturm des Missionshauses.

Das Missionshaus Maria Sorg der St. Petrus Claver Sodalität ist das weltliche und religiöse Zentrum der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz.

Lage

Das Missionshaus Maria Sorg befindet sich in Bergheim-Lengfelden in einem Taleinschnitt der Fischach, der durch die Maria-Sorg-Straße erschlossen wird. Zu erreichen ist es, in dem man entweder von von der Stadt Salzburg kommend in Lengfelden kurz nach der Brücke über die Fischach nach rechts abzweigt oder von Elixhausen kommend von der Mattseer Landesstraße in Lengfelden nach links hinunter in das Tal abzweigt.

Geschichte

1897 kaufte die Selige Maria Theresia Ledóchowska von den Lieferinger Missionaren das Gut an der Fischach, das ursprünglich eine Papiermühle gewesen war. Von Maria Theresia Ledóchowska erhielt dann das heutige Missionshaus seinen Namen Maria Sorg.

Das kleine Wasserkraftwerk der ehemaligen Papiermühle nutzten die Schwestern, um eigenes Papier herzustellen, das sie für eine eigene Missionsdruckerei nutzen. Dort wurden Tausende religiöser Druckwerke in afrikanischen Sprachen für die Mission produziert.

Der Salzburger Erzbischof Kardinal Johann IV. Evangelist Haller erteilte am 4. Dezember 1899 die Genehmigung zur Anlegung eines kleinen Schwesternfriedhofes auf dem Gelände des Missionshauses als Filialfriedhof der Pfarre Bergheim. 1986 wurde im Zentrum des Schwesternfriedhofes ein Kreuz durch eine holzgeschnitzte Darstellung des auferstandenen, gekreuzigten Christus ersetzt, der der langjährige Kaplan von Maria Sorg, Pfarrer Alexander Ellmauer, angefertigt hatte. Auf diesem Schwesternfriedhof fanden bisher etwa 100 Ordensfrauen ihre letzte Ruhestätte.

1917 kaufte Ledóchowska das alte Borromäum an der Dreifaltigkeitsgasse in Salzburg und gab dem Gebäude einen neuen Namen – Claverianum. Die kleine Karl-Borromäus-Kirche wurde dem hl. Petrus Claver gewidmet.

Mit Bescheid vom 19. Juli 1939 wurde das Missionshaus und das Claverianum von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und diente den Mädchen des Reichsarbeitsdienstes als Lager Sichelhof. Nach dem Krieg wurde das Missionshaus zunächst vom amerikanischen Militär genutzt. Am 26. August 1946 wurden die ersten Flüchtlinge eingewiesen und in den Räumen der früheren Missionsdruckerei entstand ein Flüchtlingslager, für das 1946 eine zweiklassige Lagerschule als Expositur der Volksschule Bergheim eingerichtet wurde. Diese wurde 1950 aufgelassen. Endgültig schloss das Flüchtlingslager im Juli 1953.

2004 wurde in Maria Sorg ein Missionsmuseum eingerichtet.

Bauwerke

Bilder

 Missionshaus Maria Sorg der St. Petrus Claver Sodalität – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

Quellen