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Volksschule Bergheim

Schulbild
Volksschule Bergheim
Schuldaten[1]
Schulkennzahl: 503051
Name der Schule: Volksschule Bergheim
Adresse: Schulstraße 2
5101 Bergheim
Website: www.vs-bergheim.salzburg.at
E-Mail: direktion@vs-bergheim.salzburg.at
Telefon: (06 62) 62 10
Direktorin: VOL Mag.a Barbara Parzer

Die Volksschule Bergheim ist eine Grundschule in der Flachgauer Gemeinde Bergheim.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

 
Alte Schulstube im Bergheimer Mesnerhaus, heute im Salzburger Freilichtmuseum

Der genaue Beginn des Schulunterrichts in Bergheim lässt sich heute nicht eindeutig festlegen. Die Wurzeln reichen bis zu Winkellehrern im 17. Jahrhundert zurück. Im 18. Jahrhundert war das Lehramt weitgehend an das Mesner- und Organistenamt gekoppelt. 1704 wurde das 1677 erbaute alte Mesnerhaus für den Schulunterricht umgebaut. Um 1723 wurde im Bergheimer Mesnerhaus ein kleines Schulzimmer eingerichtet. 1810 wurde durch die Zusammenlegung von zwei Räumen im 1. Stock des Mesnerhauses ein größeres Klassenzimmer geschaffen, das 1860 um 283 fl 90½ Kr erweitert wurde. Bis 1867 unterstand das gesamte Schulwesen der kirchlichen Schulaufsicht. Im Herbst 1873 wurden im Kooperatorstöckl für schulische Zwecke zwei kleine Räume angemietet, um eine zweite Klasse einzurichten.

Im Jahr 1888 wurde dann ein Grundstück für einen allfälligen Schulbau erworben und ein Schulhaus mit drei Klassenzimmern und Lehrerwohnungen errichtet, das 1890 fertig gestellt wurde. 1898 wurde Koppelung der Lehrer- an die Mesnertätigkeit aufgelöst. Das alte Mesner- und Schulhaus wurde 1980 abgetragen und kann seit 1987 im Freilichtmuseum in Großgmain besucht werden, wo es wieder aufgebaut wurde.

Von 1946 bzw. 1947 betrieb die Volksschule Bergheim je eine Expositurschule in den Flüchtlingslagern von Maria Sorg und Hagenau (Bergheim). Beide wurden 1950 in die Volksschule Bergheim eingebunden und aufgelassen.

1947 wurde die Schule vierklassig. Dazu wurde ein Zimmer der Schulleiterwohnung zum Klassenraum umgestaltet. 1948 wurde eine fünfte Klasse eingerichtet. Im September 1949 begann man mit einem Anbau zur Volksschule. Um die Raumnot bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes zu überbrücken, wurden 1950 zwei Klassen im Gasthof Gmachl unterrichtet. Im Sommer 1952 war der Schul-Anbau fertig und konnte bezogen werden. Die Baukosten betrugen 876.000 öS.[2] Die Volksschule Bergheim wurde zur Versuchsschule der Lehrerbildungsanstalt und der Pädagogischen Akademie. 1962 bis 1976 wurde eine Sonderklasse geführt. 1963 wurde die Turnhalle fertig gestellt.

1976 wurde die mittlerweile leerstehende Schulleiterwohnung zum Klassenraum umgestaltet. Bis zum Frühjahr 1984 wurde ein Anbau errichtet, der es erlaubte ab 1984 alle Volksschulklassen in der Schule unterzubringen. Die Eröffnung der Schule erfolgte am 30. September 1984.


Schulleiter und Direktoren

Schülerzahl
Jahr Schüler
1819 72
1838 66
1848 74
1862 104
1904 210
1911 153
1940 135
1950 240
1990 320
2000 253
2010 198

Bildergalerie

Weblinks

Quellen

  • Behacker, Anton (Hrsg.): Materialien zur Geschichte der Volksschulen des Herzogtumes Salzburg. Salzburg (Mayr) 1912, S. 60.
  • Rinnerthaler, Alfred: Winkelschule - Pfarrschule - Staatsschuke, Bergheims Schule 1709 bis 1890. In: : Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart. Bergheim 2009.
  • Gaurek, Monika: Das Mesnerhaus aus Bergheim. Ländliches Schulwesen in Salzburg. Veröffentlichungen des Salzburger Freilichtmuseums, Band 3. Großgmain 1996.
  • Reder, Otto: Schule in Bergheim von 1890 bis heute. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart. Bergheim 2009.

Einzelnachweise

  1. www.lsr-sbg.gv.at
  2. Laireiter, Matthias: Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963. Hrsg. vom Landesschulrat für Salzburg. Salzburg 1965, S. 118.